G20-Gipfel: Krawalle in Hamburg gehen am Morgen weiter

G20-Gipfel: Krawalle in Hamburg gehen am Morgen weiter

, aktualisiert 07. Juli 2017, 08:47 Uhr
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reDunkler Rauch steigt am Freitagmorgen über dem Hamburger Schanzenviertel auf.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach einer Krawall-Nacht gibt es zum Auftakt des G20-Gipfels wieder Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizei. G20-Gegner wollen in die Sicherheitszone rund um den Tagungsort eindringen. In Altona eskaliert die Lage.

BerlinZum Auftakt des G20-Gipfels in Hamburg ist die Lage am Freitagmorgen erneut eskaliert. Die Bundespolizei teilte im Internetdienst Twitter mit, dass ein Bundespolizeirevier im Stadtteil Altona angegriffen worden sei. Am dortigen Bahnhof würden Gewalttäter Brandsätze werfen, Streifenwagen würden brennen.

Zugleich starteten an verschiedenen Orten der Stadt Hunderte Demonstranten, um in die Hochsicherheitszone um den Tagungsort der Staats- und Regierungschefs vorzudringen und den Ablauf des Gipfels zu stören. In Gruppen versammelten sie sich an den Landungsbrücken am Elbufer und am Verkehrsknotenpunkt Berliner Tor. Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

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An den Landungsbrücken setzten sich mehr als 1000 weiß und lila gekleidete Menschen in Bewegung. Viele skandierten: „Haut ab, haut ab.“ Die Polizei ging nach Augenzeugenberichten mit Schlagstöcken gegen Teilnehmer vor. Am Berliner Tor liefen mehr als 200 Teilnehmer los, es kam zu Rangeleien zwischen Demonstranten und der Polizei. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Lage als „sehr dynamisch“. Polizeihubschrauber kreisten über der Stadt.

„Unser Ziel ist es, erstmal in die blaue Zone zu kommen bis hin zur roten Zone, sagte der Koordinator der globalisierungskritischen Organisation Attac, Christian Blank. „Die wollen wir getreu dem Motto „Colour the red zone“ mit unseren Farben verschönern. Wir wollen heute unser Zeichen setzen, wir wollen heute unsere Inhalte an den Mann und die Frau bringen.“

Die Gruppe „Block G20 - Colour the red zone“ kündigte einen „massenhaften, öffentlich angekündigten Regelübertritt“ an: „Unsere Aktionen sind ein gerechtfertigtes Mittel des massenhaften widerständigen Ungehorsams.“ Die Gruppierung hat auch für 15.00 Uhr einen Treffpunkt angemeldet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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