Innovation: 75 Prozent mehr Geld für Forschung

Innovation: 75 Prozent mehr Geld für Forschung

, aktualisiert 11. Mai 2016, 12:01 Uhr
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Bei der Förderung von Servicerobotern ist Deutschland laut der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) noch nicht optimal aufgestellt. Das gilt auch für andere Technologiefelder.

Quelle:Handelsblatt Online

Deutschland investiert viel Geld in zukunftsträchtige Forschung. Die zuständige Ministerin Wanka hat dazu einige Rekorde zu vermelden. Doch ein wichtiges Strategie-Ziel muss erst noch erreicht werden.

BerlinTrotz hoher Investitionen in Forschung und Entwicklung tut sich Deutschland weiterhin schwer, wie angepeilt drei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) für diesen Zukunftssektor abzuzweigen. Seit 2005 verzeichnete der Bund einen Ausgabenzuwachs von gut 75 Prozent, wie aus dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2016 hervorgeht. Mehr als 600.000 Menschen sind derzeit in diesem Bereich tätig. Der Report wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett in Berlin verabschiedet.

Die jährlichen Investitionen des Bundes für Forschung und Entwicklung (FuE) stiegen demnach von 9 auf jetzt 15,8 Milliarden Euro laut Haushaltsplanung 2016. Nach Berechnungen für 2014 hätten Staat, Wirtschaft und Wissenschaft fast 84 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben – gut zwei Drittel davon investierten die Unternehmen (57 Milliarden Euro).

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Insgesamt wurde ein BIP-Anteil von rund 2,9 Prozent erreicht, heißt es in dem Bericht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. „Damit ist das Ziel der Strategie Europa 2020, jährlich 3 Prozent des BIP für FuE auszugeben, nahezu erreicht.“

Die von der Regierung beauftragte Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hatte kürzlich einschränkend festgestellt, dass Deutschland etwa bei der Förderung des Wachstumssektors Serviceroboter, aber auch in anderen Technologiefeldern noch nicht optimal aufgestellt sei. Künftig gelte es, „bislang ungenutzte Innovationspotenziale vor allem im Mittelstand und durch mehr Unternehmensgründungen zu aktivieren und die Gesellschaft stärker mit einzubeziehen“, räumt das Ministerium ein.

„Nie gab es mehr Jobs in Forschung und Entwicklung, nie wurde hier so viel investiert“, erklärte Wanka am Mittwoch. „Die Rekorde zeigen, dass Deutschland als Innovationsstandort weiter an Leistungsfähigkeit und Bedeutung gewonnen hat. Doch der internationale Konkurrenzdruck wächst ebenfalls.“ Um den Hightech-Standort Deutschland „auch künftig an der Weltspitze zu halten, muss die Dynamik der vergangenen Jahre unbedingt aufrechterhalten werden“, so die Ressortchefin.

Nach Angaben des Ministeriums tätigt Deutschland 30 Prozent aller FuE-Ausgaben in der Europäischen Union. Fünf der zehn innovativsten Unternehmen Europas kämen aus Deutschland, und auch weltweit gehöre Deutschland zu den Innovationsführern.

Der alle zwei Jahre erscheinende Bundesbericht zeigt Prioritäten, Ziele und Strukturen der deutschen Forschungs- und Innovationspolitik auf und stellt diese in den internationalen Kontext.

Quelle:  Handelsblatt Online
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