Kampf gegen den Terror: Durchsuchungen beruhen auf Verfahren gegen Oberleutnant

Kampf gegen den Terror: Durchsuchungen beruhen auf Verfahren gegen Oberleutnant

, aktualisiert 31. August 2017, 15:12 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Hinweise auf eine Gruppe gewaltbereiter Rechtsextremisten sind wohl aus dem Dunstkreis der Ermittlungen gegen den terrorverdächtigen Franco A. gesickert. Sie hätten sich für einen „Bürgerkrieg“ mit Waffen ausgerüstet.

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Der rechtsextremistische Franco A. war Oberleutnant der Bundeswehr.

Berlin/SchwerinDie jüngsten Anti-Terror-Durchsuchungen in Mecklenburg-Vorpommern beruhen einem Medienbericht zufolge auf Hinweisen aus dem Ermittlungsverfahren gegen den terrorverdächtigen Franco A. Ein Bundeswehroffizier der Reserve hat nach Angaben der Tageszeitung „Die Welt“ bei einer Befragung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz Hinweise auf eine Gruppe von Rechtsextremisten in Norddeutschland geliefert, die sich angeblich für einen „Bürgerkrieg“ mit Waffen ausrüstet. Die Bundesanwaltschaft wollte diese Informationen weder bestätigen noch dementieren. Man kommentiere Medienberichte grundsätzlich nicht, sagte eine Sprecherin in Karlsruhe.

Die „Welt“ berichtet weiter, es sei dem Bundeskriminalamt in den vergangenen Wochen gelungen, die Verdächtigen zu identifizieren. Es soll sich demnach um sechs Personen handeln. Sie sollen in Chatgruppen über Messengerdienste miteinander kommuniziert haben.

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Am Montagmorgen hatten Spezialkräfte des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei Wohnungen und Geschäftsräume von zwei Verdächtigen in Rostock und Grabow sowie von mehreren weiteren Personen durchsucht, die in dem Verfahren als Zeugen geführt werden. Der beschuldigte Rechtsanwalt aus Rostock hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Der andere Verdächtige ist Polizeibeamter. Er wurde vorläufig vom Dienst suspendiert. Die beiden sollen geplant haben, bei einem befürchteten Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung infolge der Flüchtlingspolitik Personen aus dem linken politischen Spektrum mit ihren Waffen zu töten. Dazu sollen sie eine Liste mit Namen angelegt haben.

Des rechtsextreme Oberleutnant Franco A. war Ende April unter Terrorverdacht festgenommen worden. Er soll mit zwei Komplizen ein Attentat auf hochrangige Politiker oder Personen des öffentlichen Lebens geplant haben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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