Linken-Fraktionschefin: Wagenknecht empfiehlt Griechenland Euro-Abschied

Linken-Fraktionschefin: Wagenknecht empfiehlt Griechenland Euro-Abschied

, aktualisiert 22. Februar 2017, 04:47 Uhr
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Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, kritisiert Schäubles Griechenland-Thematisierung.

Quelle:Handelsblatt Online

Sahra Wagenknecht hat sich für den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro ausgesprochen. Die Linken-Chefin warf zudem Bundesfinanzminister Schäuble vor, die deutsche Öffentlichkeit über den Zustand des Landes zu täuschen.

BerlinUnmittelbar vor dem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und IWF-Chefin Christine Lagarde hat Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht für den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro plädiert. Ob Griechenland weiterhin seine Perspektive innerhalb der für seine Volkswirtschaft viel zu harten Währung des Euro sehe, müsse letztlich die griechische Bevölkerung entscheiden, sagte Wagenknecht der „Rheinischen Post“. „Allerdings spricht einiges dafür, dass eine wirtschaftliche Erholung jenseits dieses Korsetts um einiges leichter wäre.“

Wagenknecht warf Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor, seit Jahren die deutsche Öffentlichkeit zu täuschen, „obwohl er weiß oder zumindest wissen sollte, dass Griechenland pleite ist“. Die von der Bundesregierung mit zu verantwortenden Kredite an das Land seien „ein Milliardengrab für die deutsche und europäische Steuergelder“. Griechenland sei mit diesen Krediten nicht gerettet worden, sondern Banken und Hedgefonds.

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Merkel (CDU) und Lagarde beraten am heutigen Mittwoch in Berlin über die Griechenland-Krise. Zuletzt hatten sich die europäischen Geldgeber und der Internationale Währungsfonds (IWF) bei der Rettung des seit sieben Jahren gegen die Pleite kämpfenden Euro-Landes angenähert. So sollen sich Euro-Gruppe und IWF auf eine flexiblere Auslegung der griechischen Haushaltsziele sowie mögliche zusätzliche Reformanstrengungen der Athener Regierung verständigt haben. Diese Kompromisslinie dürften Lagarde und Merkel bei ihrem Treffen im Kanzleramt erörtern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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