Ludwigshafen: Zwölfjähriger wollte Nagelbombe auf Weihnachtsmarkt zünden

Ludwigshafen: Zwölfjähriger wollte Nagelbombe auf Weihnachtsmarkt zünden

, aktualisiert 16. Dezember 2016, 12:48 Uhr
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Wie die Staatsanwaltschaft bestätigte, hat ein zwölfjähriger Junge angeblich versucht, einen Bombenanschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt und in der Nähe des Rathauses zu verüben.

Quelle:Handelsblatt Online

Am 5. Dezember ist in Ludwigshafen laut Staatsanwaltschaft ein Anschlag mit einer Nagelbombe verhindert worden. Der Verdächtige – ein 12-jähriger Junge – hatte möglicherweise Kontakt zu Extremisten.

BerlinEin zwölfjähriger Deutsch-Iraker hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal versucht, zwei Anschläge im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen zu verüben, darunter auf den Weihnachtsmarkt. Am 5. Dezember habe der Junge in einem Gebüsch nahe dem Rathausplatz einen Rucksack abgestellt, in dem sich ein Konservenglas mit einem entzündlichen Pulver befunden habe, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber am Freitag zu Reuters. Von außen sei der Behälter mit Klebeband umwickelt und mit Nägeln präpariert gewesen. Zu dem geplanten Attentat habe es aber einen „Hinweisgeber“ gegeben, so dass der Rucksack entdeckt wurde.

Herausgestellt habe sich dann, dass der in Ludwigshafen geborene Junge schon am 26. November versucht habe, einen Nagelbombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt zu verüben. Da der Minderjährige strafunmündig ist, sei von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgesehen worden, sagte Ströber. Das Jugendamt sei informiert und kümmere sich um das Kind.

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Zugleich liege die Zuständigkeit „bezüglich des Umfeldes“ des Kindes bei der Bundesanwaltschaft. Möglicherweise sei der Junge bei seiner Tat beeinflusst worden. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte lediglich, dass Ermittlungen wegen des Fundes einer Nagelbombe in Ludwigshafen aufgenommen wurden. Mehr könne er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

„Focus“ berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, der Junge sei „stark religiös radikalisiert“ und womöglich von einem „unbekannten Mitglied“ der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) angestiftet oder angeleitet worden. Der Junge habe im Sommer 2016 mit dem Gedanken gespielt, nach Syrien auszureisen, um sich dort dem IS anzuschließen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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