Medienbericht: Ex-Bundespräsident Wulff arbeitet für türkische Modefirma

Medienbericht: Ex-Bundespräsident Wulff arbeitet für türkische Modefirma

, aktualisiert 06. August 2017, 12:52 Uhr
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Der schon zur Amtszeit äußerst umstrittene ehemalige Bundespräsident arbeitet laut Medienberichten für eine türkische Modefirma.

Quelle:Handelsblatt Online

Altbundespräsidenten bekommen weiter ein hohes Gehalt vom Steuerzahler. Ex-Bundespräsident Christian Wulff reicht das nicht. Er arbeitet als Prokurist bei einer türkischen Modefirma. SPD und Linke kritisieren das scharf.

Altbundespräsident Christian Wulff soll nach einem Zeitungsbericht als Prokurist für ein türkisches Modelabel arbeiten. Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ ist Wulff seit Ende April für die Firma Yargici in dieser Funktion tätig. Das Berliner Büro von Wulff war am Sonntag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Geschäftsführer des Unternehmens in Deutschland, Erik Schaap, sagte der Zeitung, Wulff begleite die Firma seit dem Markteintritt Anfang 2016 juristisch.

SPD und Linke kritisierten dies scharf. „In der Regel übernehmen Altbundespräsidenten Ehrenämter und werden nicht Prokuristen von Modefirmen“, kritisierte der stellvertretende SPD-Parteivorsitzende Ralf Stegner in der „BamS“. „Der lebenslange Ehrensold wird schließlich gewährt, damit ehemalige Staatsoberhäupter nicht gezwungen sind, sich etwas dazu verdienen zu müssen.“ Wulff erhält als Ex-Bundespräsident derzeit einen Ehrensold von 236.000 Euro.

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„Im Grunde war es Herr Wulff, der das Unternehmen dazu motiviert hat, in Deutschland zu starten“, sagte Schaap der „Bild am Sonntag“. Unklar ist, wie viel Wulff für seine Arbeit bei Yargici kassiert. Eine Mitarbeiterin Wulffs sagte der Zeitung, aus rechtlichen Gründen keine Angaben zur Höhe des Verdienstes geben zu können.

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht forderte, Gesetze über die finanzielle Ausstattung von Altbundespräsidenten zu ändern. „Es kann nicht sein, dass Wulff jährlich 236 000 Euro vom Steuerzahler erhält und private Einkünfte überhaupt nicht angerechnet werden.“ Ihre Partei werde dazu im Bundestag einen Antrag stellen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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