Parteien: Was Grüne und die FDP eint - und was sie trennt

Parteien: Was Grüne und die FDP eint - und was sie trennt

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Oben, von links nach rechts: Renata Künast, Claudia Roth, Jürgen Trittin (alle Die Grünen); unten: Hermann Otto Solms, Guido Westerwelle, Philipp Rösler (alle FDP)

FDP und Grüne kommen bei der nächsten Bundestagswahl groß raus – sie entscheiden über Dreierkoalitionen. Wer sie wählt, was sie eint, was sie trennt.

Kanzlerin Angela Merkel möchte die Liberalen als Wunschpartner der Christdemokraten für bürgerliche Mehrheiten gewinnen, sucht in Hamburg und in anderen schwarz-grünen Experimenten aber auch die Nähe zur Öko-Partei. Vize Frank-Walter Steinmeier, gerade zum Kandidaten der schwächelnden SPD gekürt, braucht beide, Liberale und Grüne, um im Kanzleramt anzukommen. Weil die große Koalition ihrer kleinen Kompromisse müde ist und es rechnerisch für kleinere Zweierbündnisse kaum reichen dürfte, kommen neue Dreiecksbeziehungen ins Spiel. Wie diese Ménage-à-trois aussieht, entscheiden letztendlich vor allem FDP und Grüne. Wollen sie mit der Union nach Jamaika oder mit der SPD Richtung Ampel? Wer kann mit wem, wo gibt es inhaltliche Schnittmengen, welche Farbspiele ergeben sich daraus?

Auf den ersten Blick viele Ähnlichkeiten

Auf den ersten Blick sind sich FDP und Grüne sehr ähnlich – zumindest hinsichtlich ihrer Klientel: Beide Parteien schneiden bei jungen Wählern deutlich besser ab als bei den älteren – die Ökos vor allem bei Frauen im Alter zwischen 30 und 44 Jahren. Wer Arbeit hat, einen hohen Bildungsgrad und in einer Metropole wohnt, der macht sein Kreuz gern bei den zwei kleinen Parteien. Dabei zieht es die Selbstständigen zur FDP, Grüne finden Anklang bei Beamten und Angestellten.

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Sehr unterschiedliche Auffassung von Gerechtigkeit

Senioren/Selbstständige

Senioren meiden Grün, Selbstständige wählen FDP (Klicken Sie auf die Grafik für eine ausführliche Darstellung)

Doch die Sozialstruktur ist nicht alles, wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt. In einem Punkt trennen die urbanen, jung-dynamischen Bildungsbürger Welten: ihrem Verständnis von Gerechtigkeit. 78 Prozent der Grünen-Wähler verstehen nach einer Umfrage der Meinungsforscher von Dimap unter Gerechtigkeit „Solidarität“, zwei von drei Freien Demokraten setzen dagegen auf Leistungsgerechtigkeit.

Aus dieser grundlegenden Differenz folgen ganz unterschiedliche Standpunkte in der Wirtschafts- und Sozialpolitik, wenige Schnittmengen – sowie die Einsicht: Die Milieus von Grünen und FDP gleichen sich weniger, als oft angenommen wird, zwischen Grün und Gelb klafft tatsächlich ein tiefer Graben.

Lesen Sie auf der zweiten Seite, welche Positionen der Grünen mit den Liberalen nicht vereinbar sind, welche Standpunkte die FDP von den Grünen abgrenzen und in welchem Bereich die Parteien ähnliche Positionen vertreten...

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