Pflegeberufe: Koalition verständigt sich auf Reform

Pflegeberufe: Koalition verständigt sich auf Reform

, aktualisiert 06. April 2017, 19:25 Uhr
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Den Kompromiss haben der SPD-Gesundheitsexperte und sein Unionskollege Georg Nüßlein in der vergangenen Woche ausgehandelt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Pflegeberufsausbildung wird reformiert. Die geplanten Änderungen sollen die Pflegeberufe attraktiver machen, um dem Mangel an Fachkräften in der alternden Bevölkerung entgegenzuwirken.

BerlinDie Koalition hat sich nach mehr als einjährigen Beratungen auf eine Reform der Pflegeberufsausbildung geeinigt. Es gebe eine Verständigung zwischen beiden Fraktionen, teilten die stellvertretenden SPD-Fraktionschefs Karl Lauterbach und Carola Reimann am Donnerstag mit. Die geplanten Änderungen sollen die Pflegeberufe attraktiver machen, um dem Mangel an Fachkräften in der alternden Bevölkerung entgegenzuwirken. Den Kompromiss hatten Lauterbach und sein Unionskollege Georg Nüßlein schon in der vergangenen Woche ausgehandelt. Insbesondere bei der SPD gab es aber noch Beratungsbedarf.

Das Konzept sieht vor, dass in allen Pflegeschulen die Ausbildung mit einer zweijährigen generalistischen Pflegeausbildung beginnt. Nach zwei Jahren entscheiden die Auszubildenden selbst, ob sie die allgemeine Ausbildung fortsetzen oder im Bereich der Kinderkranken- oder Altenpflege den klassischen Abschluss wählen.

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Einen Einzelabschluss in der Krankenpflege gibt es künftig nicht mehr. Die Neuregelungen sollen erstmals für die Ausbildungsjahrgänge ab 2019 gelten. Alle Pflegeschüler, die bereits nach zwei Jahren die Ausbildung beenden, können den Abschluss des Pflegeassistenten erwerben.

Eigentlich sollten Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Berufsbild zusammengeführt werden. Dies sah ein Gesetzentwurf vor, den das Kabinett Anfang vergangenen Jahres beschlossen hatte. Eine Sorge war jedoch, dass das Niveau bei der Altenpflege so ansteigt, dass nur noch Abiturienten die Ausbildung bestehen und Hauptschüler außen vor bleiben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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