UN-Mission in Mali: Bundesregierung will Einsatz ausweiten

UN-Mission in Mali: Bundesregierung will Einsatz ausweiten

, aktualisiert 12. Dezember 2016, 15:25 Uhr
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Die UN-Mission im Nordwesten Afrikas gilt als gefährlich. Deutsche Soldaten unterstützen internationale Truppen bei der Stabilisierung des afrikanischen Landes.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei einer der gefährlichsten UN-Missionen soll die Bundeswehr zusätzliche Unterstützung leisten. Weil niederländische Helikopter abgezogen werden, will die Bundeswehr zusätzliche Soldaten und Helikopter bereitstellen.

BerlinDer Bundeswehreinsatz zur Überwachung des Friedensabkommens im westafrikanischen Mali soll ausgeweitet werden und künftig auch Hubschrauber beinhalten. Das neue Mandat solle bis zu 1000 Soldaten statt derzeit bis zu 650 umfassen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag mit. Zudem sei an jeweils bis zu vier Rettungs- und Unterstützungshubschrauber gedacht.

Der Bundestag solle darüber im Januar entscheiden. Das bisherige Mandat läuft dann zum Monatsende aus. Mit den Hubschraubern will die Bundeswehr Ersatz für niederländische Helikopter schaffen, die abgezogen werden. Der Einsatz der Bundeswehr-Hubschrauber soll bis Mitte 2018 befristet werden.

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„Wir stellen Rettungshubschrauber und zu deren Schutz Kampfhubschrauber, um im Notfall verletzte Soldaten ausfliegen zu können“, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen der „Bild“-Zeitung. Nach früheren Berichten sollen drei Kampfhubschrauber „Tiger“, drei Sanitätshubschrauber vom Typ NH90 sowie zwei Reservemaschinen die UN-Friedensmission verstärken. Der Mali-Einsatz sei „mit das gefährlichste Mandat, das die Bundeswehr zurzeit erfüllt“, sagte die Ministerin.

In der Wüstenstadt Gao im vergleichsweise gefährlichen Norden Malis hat die Bundeswehr zurzeit etwa 550 Soldaten stationiert. Ohne die Hubschrauber stünde der deutsche Einsatz auf der Kippe. Die Deutschen sind Teil des etwa 15.000 Soldaten und Polizisten umfassenden UN-Einsatzes Minusma zur Überwachung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und den islamistischen Rebellen. Minusma gilt mit über 100 getöteten Soldaten als der gefährlichste UN-Einsatz.

Der Norden Malis war 2012 zeitweise in der Hand von islamistischen und anderen Rebellengruppen. Auch heute kommt es immer wieder zu Anschlägen und Angriffen - auch auf die UN-Truppen. Die UN-Mission soll zur Umsetzung eines Friedensabkommens der Regierung mit Rebellen beitragen. Mit rund 130 Bundeswehr-Soldaten ist die Bundeswehr auch an einer EU-Ausbildungsmission in Mali beteiligt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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