Griechenland: Finanzminister stellen mögliche Schuldenerleichterung in Aussicht

Griechenland: Finanzminister stellen mögliche Schuldenerleichterung in Aussicht

, aktualisiert 09. Mai 2016, 19:30 Uhr
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Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem (Mitte) mit dem belgischen Finanzminister Johan Van Overtveldt (rechts) und dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble.

Die Euro-Finanzminister haben in Brüssel über mögliche Erleichterungen für die griechische Regierung beim Schuldendienst gesprochen. Bis zum nächsten Treffen am 24. Mai sollen Vorschläge dazu erarbeitet werden.

Die Euro-Finanzminister haben Griechenland mögliche Schuldenerleichterungen nach 2018 in Aussicht gestellt. Die Minister hätten über Erleichterungen für die Regierung in Athen beim Schuldendienst gesprochen, falls diese nach dem Ende des aktuellen Hilfsprogramms nötig sein sollten, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Montag nach Beratungen in Brüssel.

Kurzfristig gehe es um Maßnahmen, wie der Schuldendienst optimiert werden könne. Mittelfristig seien längere Laufzeiten der Kredite und ein Aufschub bis zum Beginn der Rückzahlung möglich. Langfristig könne man sich nach 2018 für die nächsten Jahrzehnte anschauen, ob weitere Maßnahmen nötig seien.

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Wie Dijsselbloem schloss auch der Chef des Euro-Rettungschirms, Klaus Regling, einen nominalen Schuldenschnitt (Haircut) für Griechenland erneut aus.

Parlament billigt Reformen Finanzminister beraten über Griechenland

Die Finanzminister der Eurogruppe wollen die Entwicklung der griechischen Spar- und Reformmaßnahmen überprüfen. Die Regierung in Athen meistert im Parlament die Vorarbeit.

Finanzminister beraten über Griechenland. Quelle: dpa

Nach Angaben Dijsselbloems soll die Euro-Arbeitsgruppe bis zum nächsten Treffen der Minister am 24. Mai Vorschläge für Schuldenerleichterungen erarbeiten und zugleich die Auszahlung weiterer Hilfsgelder für Griechenland vorbereiten. Die Aussicht auf Schuldenerleichterungen und die Finanzierung Griechenlands werde hoffentlich sicherstellen, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) beim dritten Hilfsprogramm an Bord bleibe, sagte Dijsselbloem. Die Bundesregierung hält die Beteiligung des IWF für unabdingbar.

Der Fonds hatte zuletzt weitere Notfallpläne gefordert, falls Griechenland die vereinbarten Haushaltsziele für 2018 verfehlt. Nach Angaben Dijsselbloems soll ein Mechanismus für solche Notfallpläne automatisch greifen, wenn Griechenland die Ziele nicht erreicht. Zudem soll der vergangenes Jahr vereinbarte Privatisierungsfonds bis September einsatzbereit sein.

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