Ökonomen zur EZB: "2016 kommt die Parität von Euro und Dollar"

exklusivÖkonomen zur EZB: "2016 kommt die Parität von Euro und Dollar"

von Bert Losse

Der Euro wird sich im Jahresverlauf weiter abschwächen und die Parität zum Dollar erreichen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte. Eine Exklusivmeldung.

In einer Mitgliederumfrage des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb) für die WirtschaftsWoche sagen 54 Prozent eine Parität von Euro und Dollar im Verlauf des Jahres voraus. Gleichzeitig zweifeln die Ökonomen an der Strategie der Europäischen Zentralbank, mit expansiver Geldpolitik die Konjunktur im Euro-Raum anzukurbeln. Gerade mal 25 Prozent der knapp 400 an der Umfrage teilnehmenden Ökonomen halten diesen Weg für Erfolg versprechend. „Expansive Geldpolitik ist wie eine Droge, die Druck aus dem System nimmt und suggeriert, alles sei in Ordnung. Wie bei jeder Droge trennt man sich auch vom billigen Geld umso schwerer, je länger man es konsumiert hat“, kommentiert bdvb-Präsident Peter Herrmann das Ergebnis der Umfrage.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der schwache Euro nachhaltig den deutschen Export ankurbelt, bezeichnen nur 23 Prozent als „hoch“. Auch sei ein schwacher Euro keine Wachstumsgarantie. „Wenn Märkte wie China, Russland oder die USA schwächeln, kann er negative Effekte bestenfalls abfedern. Mittelfristig helfen nur leistungsfähige Strukturen und wettbewerbsfähige Produkte“, sagt Herrmann.
Der 1901 gegründete bdvb ist mit mehr als 9000 Mitgliedernder größte Interessenverband von Ökonomen in Deutschland.

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