Zahlreiche Tote in der Ukraine: Timoschenko: Keine Verhandlungen mit Janukowitsch mehr

Zahlreiche Tote in der Ukraine: Timoschenko: Keine Verhandlungen mit Janukowitsch mehr

, aktualisiert 20. Februar 2014, 18:09 Uhr
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Alte Barrikaden werden abgerissen, neue aufgebaut.

Die EU hat Sanktionen beschlossen, um die Gewalt in der Ukraine einzudämmen. Ob sie tatsächlich angewendet werden, hängt davon ab, wie sich die Regierung in Kiew in den nächsten Tagen verhält. Die Ereignisse im Überblick.

++19:30 Uhr

Die inhaftierte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko hat die Opposition aufgerufen, nie mehr mit Präsident Viktor Janukowitsch zu verhandeln. Der Staatschef müsse umgehend von seinem Amt entfernt und wegen der „Organisation von Massenunruhen“ vor Gericht gestellt werden. Das schrieb die erbitterte Janukowitsch-Feindin in einem Brief, den ihre Vaterlandspartei am Donnerstag verbreitete. Janukowitsch lasse Unschuldige töten. „Er tötet Menschen, die ihn ihren Präsidenten nennen“, hieß es. Dabei handele es sich um „sadistische Gewalt“.

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++ 18:23 Uhr

Die EU-Außenminister haben Sanktionen gegen die politische Führung der Ukraine beschlossen. Die italienische Außenministerin Emma Bonino sagte nach einem Treffen in Brüssel am Donnerstag, man werde „sehr schnell“ die Sanktionen umsetzen


++ 18:06 Uhr

Die EU hat sich nach Angaben der italienischen Außenministerin Emma Bonino auf Strafmaßnahmen gegen Personen geeinigt, die für die Gewalttaten in Kiew verantwortlich sind. Vorgesehen ist demnach, Visasperren zu verhängen und Guthaben einzufrieren.

++ 17:07 Uhr

Das EU-Trio aus Deutschland, Frankreich und Polen hat einen Fahrplan für eine politische Lösung im Machtkampf in der Ukraine vorgeschlagen. Demnach sollen eine Übergangsregierung gebildet, eine Verfassungsreform begonnen und Parlaments- und Präsidentenwahlen abgehalten werden. Mittlerweile haben ukrainische Behörden bestätigt, dass seit Dienstag 64 Menschen getötet worden.

++ 16:03 Uhr

Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens haben in Kiew ihr Vermittlungsgespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch beendet. „Ansätze für Fortschritte sind vorstellbar“, hieß es am Donnerstag nach dem vierstündigen Treffen aus Delegationskreisen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier kündigte an, man wolle jetzt noch einmal mit der Opposition reden. Weitere Details wurden nicht genannt. Steinmeier wird von den Außenministern des sogenannten Weimarer Dreiecks, Laurent Fabius aus Frankreich und Radoslaw Sikorski aus Polen, begleitet.

Der Maidan ist ein Schlachtfeld. In den Straßen liegen laut Augenzeugen viele Tote. Quelle: REUTERS

Der Maidan ist ein Schlachtfeld. In den Straßen liegen laut Augenzeugen viele Tote.

Bild: REUTERS

++ 15:40 Uhr

Ukrainische Demonstranten haben nach Darstellung des Innenministeriums in Kiew 67 Polizisten als Geiseln genommen. Unterdessen will Russlands Präsident einen Vermittler nach Kiew schicken: Der scheidende Menschenrechtsbeauftragte Wladimir Lukin solle an Gesprächen zwischen Führung und Opposition in der Ex-Sowjetrepublik teilnehmen, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag nach Angaben russischer Agenturen. Die ukrainische Opposition gilt als antirussisch.

++ 15:14 Uhr

Die ukrainischen Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Innenminister Vitali Sachartschenko Schusswaffen für den „Anti-Terror-Einsatz“ erhalten. Die Waffen dürften mit scharfer Munition eingesetzt werden, sagte Sachartschenko einer Mitteilung zufolge am Donnerstag.

++ 15:00 Uhr

Die ukrainische Regierung hat die Bewohner von Kiew aufgefordert, angesichts der eskalierenden Gewalt nur begrenzt nach draußen zu gehen oder ihre Häuser gar nicht zu verlassen. Es herrsche eine „bewaffnete und aggressive Stimmung unter den Menschen“, die eine solche Warnung nötig mache, hieß es in einer Erklärung des Innenministeriums am Donnerstag.

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