Deutschland: BA-Chef Scheele erwartet historischen Beschäftigungsrekord

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Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt hält an.

von Bert Losse

Der neue Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, sagt für das laufende Jahr einen neuen Beschäftigungsrekord in Deutschland voraus.

„Es gibt keine Signale, dass der Aufschwung am Arbeitsmarkt in Gefahr sein könnte. Alle Frühindikatoren sehen gut aus, egal ob es um Kurzarbeit, Stellenangebote oder Entlassungen geht. Wir werden 2017 bei der Beschäftigtenzahl einen neuen Rekord erreichen“, sagte Scheele in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. Konkret rechnet die BA in diesem Jahr mit 760.000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Stellen. Das würde zu einem historischen Höchstwert von knapp 32,3 Millionen führen. Die Arbeitslosenzahl wird laut Scheele zwischen 2,53 und 2,6 Millionen schwanken.

BA-Chef Detlef Scheele „Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge steigt deutlich an“ 

Der neue Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, rechnet in den kommenden Monaten mit deutlich steigenden Arbeitslosenzahlen unter den Flüchtlingen in Deutschland.

Eine Frau betritt in Hamburg eine Filiale der Agentur für Arbeit. Quelle: dpa

Abschwungrisiken sieht der BA-Vorsitzende aktuell nicht: „Der Arbeitsmarkt hat sich im positiven Sinne von Wachstum und Konjunktur abgekoppelt. Ich gehe davon aus, dass der Aufschwung in den kommenden eineinhalb bis zwei Jahren stabil bleibt.“

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Laut Scheele verschärft sich zugleich der Fachkräftemangel.

„Die Lage ist regional sehr angespannt. Die so genannten Vakanzzeiten – also die Dauer von der Meldung einer Stelle bei uns bis zu ihrer Abmeldung – steigen spürbar an“, so der BA-Chef in der WirtschaftsWoche. Bei Sozial-und Erziehungsberufen seien es mittlerweile über 150 Tage, in der Altenpflege sogar 162 Tage. Im IT-Bereich und in der Energietechnik suchten Betriebe im Schnitt über 140 Tage. In Bayern und Baden-Württemberg gebe es sogar in der Industrie Vakanzzeiten von bis zu 150 Tagen.

Arbeitsmarkt Zahl der Arbeitslosen sinkt auf 2,662 Millionen

Der deutsche Arbeitsmarkt ist in Frühjahrsstimmung: Die Zahl der Jobsucher sinkt deutlicher als sonst in einem März. Und die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern ist weiter hoch.

Die Arbeitslosenzahlen sinken. Quelle: dpa

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