Europäische Wirtschaft: Verbraucher schieben Wachstum in Euro-Zone an

Europäische Wirtschaft: Verbraucher schieben Wachstum in Euro-Zone an

, aktualisiert 06. Dezember 2016, 15:52 Uhr
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In ganz Europa ist der Konsum der privaten Haushalte gestiegen.

Quelle:Handelsblatt Online

Weil die Verbraucher mehr eingekauft und konsumiert haben, ist das Bruttoinlandsprodukt in der Euro-Zone gestiegen. Die Ausgaben legten um 0,3 Prozent zu. Auch die Europäische Zentralbank hat die Konjunktur angeschoben.

BrüsselAusgabefreudige Verbraucher haben die Wirtschaft in der Euro-Zone angekurbelt. Das Bruttoinlandsprodukt(BIP) in den 19 Staaten der Währungsunion stieg zwischen Juli und September um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte und damit vorläufige Zahlen bestätigte. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte legten um 0,3 Prozent zu und damit einen Tick stärker als im Frühjahr.

Die Europäische Zentralbank (EZB) schiebt die Wirtschaft seit März 2015 mit einem billionenschweren Programm zum Ankauf von Wertpapieren an. Sie könnte es nach Ansicht von Experten am Donnerstag verlängern und der Konjunktur so weiter unter die Arme greifen. Diese Hilfe dürfte gelegen kommen, da die Wirtschaft nach Einschätzung der EU-Kommission im nächsten Jahr an Schwung verlieren wird. Zugleich will die EZB mit ihren Käufen die Inflation nach oben treiben. Die Teuerungsrate im Euroraum lag zuletzt mit 0,6 Prozent noch deutlich unter dem Ziel der Währungshüter, die knapp zwei Prozent als ideal für die Wirtschaftsentwicklung ansehen.

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Ifo-Präsident Clemens Fuest hält es dennoch für angebracht, dass die EZB ihre Anleihekäufe ab März zurückfährt. „Das Argument der EZB, die Inflationsrate im Euroraum sei zu niedrig, trägt 2017 nicht mehr.“ Nach der neuen Prognose des Münchner Instituts wird die Inflationsrate bis März auf eine Jahresrate von 1,5 Prozent steigen und bis zum Jahresende auf 1,6 Prozent. „Hintergrund ist, dass der Rückgang der Ölpreise zum Stillstand gekommen ist und dass dieser drückende Effekt auf die Inflationsrate ganz mechanisch ausläuft“, sagte Fuest.

Quelle:  Handelsblatt Online
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