Fed: US-Wirtschaft stark genug für neue Zinserhöhung

Fed-Chefin Yellen: US-Wirtschaft stark genug für neue Zinserhöhung

, aktualisiert 12. Juli 2017, 16:03 Uhr
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Janet Yellen

US-Notenbankchefin Janet Yellen plant weitere Zinserhöhungen. Die aktuelle Konjunkturentwicklung erlaube diesen Schritt.

US-Notenbankchefin Janet Yellen signalisiert angesichts der robusten Konjunkturentwicklung eine Fortsetzung ihres Kurses gradueller Zinserhöhungen. Die Fed erwarte, dass die Wirtschaftslage weitere behutsame Anhebungen der Leitzinsen erlauben werde, sagte Yellen am Mittwoch laut Redetext im US-Kongress. Der Arbeitsmarkt werde sich weiter stabilisieren und die Inflation mittelfristig auf die Zielmarke von zwei Prozent klettern, teilte Fed-Chefin Janet Yellen in ihrem halbjährlichen Rechenschaftsbericht mit. Zudem stellte die Zentralbank in Aussicht, dass sie wahrscheinlich noch "dieses Jahr" mit dem Abbau ihrer im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz beginnen werde.

Janet Yellen Donald Trump dürfte Notenbankchefin ersetzen

Eine zweite Amtsperiode von US-Notenbankchefin Janet Yellen wird einem Medienbericht zufolge immer unwahrscheinlicher. Gary Cohn könnte ihr Nachfolger werden.

Janet Yellen Quelle: AP

Am deutschen Aktienmarkt baute der Dax nach Veröffentlichung der Yellen-Rede seine Gewinne deutlich aus. "Die Marktteilnehmer scheinen nach den jüngsten Aussagen mit einer vorsichtigen Gangart der Fed bei den Zinsen zu rechnen", sagte Ulrich Wortberg, Analyst bei der Landesbank Helaba. Auch an der Wall Street gingen die Kurse nach oben.

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Die Fed hob ihren Leitzins zuletzt im Juni auf das Niveau von 1,0 bis 1,25 Prozent an. Die Dollar-Wächter hatten zudem eine weitere Erhöhung in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Zum genauen Zeitpunkt äußerte sich Yellen bislang aber nicht.

In ihrem bereits am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht an den Kongress hat die Notenbank trotz des schwachen Jahresstarts ein positives Bild der US-Wirtschaft gezeichnet. Die Währungshüter erwarten weiteres Wachstum und gehen davon aus, dass sich die Arbeitslosenquote in diesem Jahr bei 4,3 Prozent einpendeln wird. Damit wäre de facto Vollbeschäftigung erreicht.

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