OECD-Wirtschaftsprognose: Investitionen sollen Weltkonjunktur ankurbeln

OECD-Wirtschaftsprognose: Investitionen sollen Weltkonjunktur ankurbeln

, aktualisiert 28. November 2016, 15:10 Uhr
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OECD-Chef Angel Gurria hat die internationale Politik dazu aufgefordert, mehr zu investieren, um die Weltwirtschaft anzukurbeln. In möglichen Mehrausgaben der Staaten sieht er eine gute Chance, aus „der Falle des niedrigen Wachstums“ zu entkommen.

Quelle:Handelsblatt Online

Mehr Geld für Bildung und Infrastruktur – solche Investitionen sind nach Meinung der OECD das beste Mittel, um die lahmende Weltwirtschaft anzukurbeln. Entsprechend eindringlich fällt ihr Appell aus, mehr zu investieren.

ParisDie OECD fordert mehr staatliche Konjunkturspritzen, um die Weltwirtschaft anzukurbeln. Mit den aktuellen niedrigen Zinssätzen habe die Politik die Gelegenheit dazu, sagte der Chef der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Angel Gurría. Die Länder sollten mehr Geld für Infrastruktur, Bildung und Innovation ausgeben und dies zugleich mit Strukturreformen flankieren.

Dies könne dazu beitragen, aus der „Falles des niedrigen Wachstums“ zu entkommen, sagte Gurría am Montag bei der Vorstellung der neuen OECD-Wirtschaftsprognosen. Die Experten haben nach fünf Jahren enttäuschender Ergebnisse nun Hoffnung auf eine etwas bessere Weltkonjunktur.

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Nach einem Plus von 2,9 Prozent in diesem Jahr rechnen sie für 2017 mit einem Wachstum um 3,3 Prozent. 2018 soll die Weltwirtschaft dann um 3,6 Prozent zulegen.

Die von vielen Zentralbanken verfolgten Politik des billigen Geldes schafft nach Darstellung von OECD-Chefökonomin Catherine Mann die Voraussetzungen, um mit höheren Staatsausgaben die Nachfrage anzukurbeln. „Im Durchschnitt könnten OECD-Volkswirtschaften für drei bis vier Jahre schuldenfinanzierte Fiskalmaßnahmen einsetzen, ohne die Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftskraft langfristig zu verändern“, schrieb sie.

Entscheidend sei, die richtigen Anreize zu setzen, um neben mehr Wachstum auch für weniger Ungleichheit zu sorgen. Dies sei aber kein „Blankoscheck“ für Regierungen, warnte Gurría.

Quelle:  Handelsblatt Online
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