Peter Praet: EZB-Chefvolkswirt hält geldpolitische Stützung weiter für nötig

Peter Praet: EZB-Chefvolkswirt hält geldpolitische Stützung weiter für nötig

, aktualisiert 02. Februar 2017, 21:45 Uhr
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Der EZB-Chefvolkswirt hält starke internationale Institutionen für wichtig.

Quelle:Handelsblatt Online

EZB-Chefvolkswirt Peter Praet glaubt, dass die Wirtschaft der Euro-Zone weiterhin auf eine massive geldpolitische Unterstützung angewiesen ist. Es werde noch Zeit brauchen, bis sich die Inflation stabilisiert habe.

BerlinDie Wirtschaft der Euro-Zone ist nach Einschätzung von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet nach wie vor auf eine massive geldpolitische Unterstützung angewiesen. Der Ängste Anstieg der Inflation im Währungsraum beruhe vor allem auf temporären Faktoren, sagte der oberste Ökonom der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag auf der Handelsblatt Jahrestagung Zukunftsstrategien für Sparkassen und Landesanken. "Es wird Zeit benötigen, bis sich die Inflation um das Niveau herum stabilisiert, das mit unserem Preisstabilitätsziel übereinstimmt", sagte Praet.

Die Inflation im Währungsraum war im Januar auf 1,8 Prozent nach oben geschnellt. Damit rückt die Teuerung in der Euro-Zone wieder sehr nahe an den Zielwert der Notenbank von knapp unter zwei Prozent heran. Doch Praet zufolge, ist für eine nachhaltige Entwicklung der Verbraucherpreise in Richtung der Notenbank-Zielmarke geldpolitische Hilfe weiter notwendig. Die Maßnahmen würden wirken. "Das braucht Zeit und erfordert Entschlossenheit und Geduld."

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Um ihr Ziel zu erreichen, pumpen die Euro-Wächter bereits seit März 2015 Woche für Woche über den Kauf von Staatsanleihen Milliarden in das Finanzsystem. Banken sollen dadurch angeregt werden, mehr Kredite auszureichen, was die Wirtschaft ankurbeln und die Inflation anheizen soll. Zudem liegen die Leitzinsen seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Im vergangenen Jahr habe man gute Verbesserungen in der Wirtschaft gesehen, sagte Praet. Mit Sorge blickt er aber darauf, dass das Misstrauen gegenüber internationalen Organisationen zunehme. „Globale Märkte brauchen starke internationale Institutionen“, sagte er.

Quelle:  Handelsblatt Online
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