US-Kongress: Yellen verteidigt Unabhängigkeit der Zentralbank

US-Kongress: Yellen verteidigt Unabhängigkeit der Zentralbank

, aktualisiert 16. Februar 2017, 00:47 Uhr
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Die Chefin der US-Notenbank Janet Yellen spricht vor dem US-Kongress.

Quelle:Handelsblatt Online

Fed-Chefin Janet Yellen beharrt vor dem US-Kongress darauf, dass eine Einmischung die Flexibilität der Notenbank einschränken würde. Republikaner hoffen nun, dass Neubesetzungen einen geänderten Fed-Kurs bringen.

WashingtonDie amerikanische Zentralbankchefin Janet Yellen hat sich im Kongress gegen republikanische Initiativen gewandt, die Unabhängigkeit ihrer Fed einzuschränken. Sowohl die gesetzliche Einführung einer Formel zur Festsetzung der Leitzinsen als auch eine das Vorschreiben einer Bestätigung der Zentralbankbeschlüsse durch den US-Rechnungshof GAO würden die Flexibilität der Notenbank mindern, sagte sie am Mittwoch bei einer Anhörung des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses.

Dessen Vorsitzender, der Republikaner Jeb Hensarling, sagte, acht Jahre Nullzins-Politik hätten nicht zu einer gesunden US-Wirtschaft geführt. Gerade nach dem Antritt von Präsident Donald Trump hätten die Amerikaner die Erwartung, „dass aus Washington eine andere Politik kommt“.

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Yellen hielt dagegen wie bereits bei einer Senatsanhörung am Dienstag am geldpolitischen Kurs der Fed fest. Das Tempo von Zinserhöhungen könnte beschleunigt werden, wenn der Arbeitsmarkt stabil bleibe und sich die Preissteigerung auf das Fed-Ziel von zwei Prozent hin bewege.

Republikaner machten deutlich, dass sie sich von Neubesetzungen im Fed-Direktorium ohnehin eine andere Finanzpolitik erwarteten. Vergangene Woche kündigte der Leiter der Bankenaufsicht, Daniel Tarullo, sein Ausscheiden für Anfang April an. Republikanische Abgeordnete forderten Yellen auf, keine Beschlüsse in diesem Bereich zu fassen, bis Trump Tarullos Nachfolger benannt habe. Insgesamt kann Trump derzeit drei Direktoriumsposten in dem sieben Mitglieder zählenden Gremium neu besetzen. Republikanische Abgeordnete versprechen sich davon willkommene Änderungen im Kurs der Notenbank.

Quelle:  Handelsblatt Online
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