Digital Champions Award: Die Finalisten stehen fest

Digital Champions Award: Die Finalisten stehen fest

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Die Bewerbungsfrist zum Digital Champions Award läuft!

Industrie, Handel und Staat in Deutschland verschlafen den digitalen Wandel? Nein, zeigen diese elf Unternehmen. Sie haben es mit ihren smarten Projekten in die Endrunde des Digital Champions Award 2016 geschafft.

Die WirtschaftsWoche hat zusammen mit der Telekom den „Digital Champions Award“ ins Leben gerufen. Dieser zeichnet mittelständische Unternehmen aus, die mit ihrer digitalen Transformation Leuchtturmprojekte geschaffen haben. Elf Unternehmen haben es mit ihren smarten Ansätzen in die letzte Wettbewerbsrunde geschafft.

Die Nominierten im Kurzporträt:

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Kategorie: Digitale Transformation Mittelstand

  • Anwr-Group: Schuhe, Einzelhandel und Internet

    Ware im Internet aussuchen und dann im Laden um die Ecke abholen. Mit ihrer Online-Plattform „Schuhe.de“ versucht die in Mainhausen bei Aschaffenburg ansässige Anwr-Group - Europas führende Verbundgruppe für Sport-, Schuh und Lederwarenhändler – den klassischen Einzelhandel mit einem gemeinsamen Webauftritt zahlreicher Schuhgeschäfte zu verbinden. Der Kunde kann beispielsweise online das Sortiment seines Lieblingsschuhladens anschauen, das gewünschte Produkt im E-Shop auswählen und anschließend im Laden abholen. Etwa 600 Standorte sind schon mit der Click & Collect Funktion versehen. Zudem besteht die Möglichkeit, das gesuchte Modell beim Fachhändler in unmittelbarer Umgebung zu finden.

  • Cewe Stiftung: Vom chemischen Fotoentwickler zur Digitaldruckerei

    Einst hat das analoge Geschäft beim Oldenburger Fotodienstleister Cewe fast 100 Prozent ausgemacht. Jetzt sind es nicht mal mehr vier Prozent. Denn den Großteil seines Umsatzes macht Europas Marktführer heute mit Digitalprodukten wie Fotobüchern, Wandbildern oder Kalendern, die der Kunde im Internet selbst entwerfen kann. Die Umstellung auf die Digitaltechnik ging aber nicht spurlos an Cewe vorbei – so wurde die Hälfte der Fotolabore geschlossen, rund ein Drittel der Belegschaft entlassen und mehr als 350 Millionen Euro investiert. Mit Erfolg: Anders als zum Beispiel dem großen US-Konkurrenten Kodak ist den Oldenburgern die digitale Transformation gelungen.

  • Dr. Schengber & Friends: Call-Center fürs Internet

    Wo früher der Anruf bei der teuren Servicehotline mit langer Warteschleife für Klarheit gesorgt hat, bekommen Kunden jetzt über Chats, Foren oder soziale Netzwerke unmittelbar und individuell Hilfe. Der Dienstleister Dr. Schengber & Friends aus Münster setzt genau hier an: Er konzipiert für mittelständische Unternehmen den persönlichen Kundendienst in Chats, via Facebook und Twitter sowie allen anderen elektronischen Kanälen. So begleiten die Mitarbeiter von Dr. Schengber & Friends den User auf seiner digitalen Reise, indem sie Sachfragen und Beschwerden beantworten, Kundenforen moderieren und After-Sales-Support leisten. Der digitale Ansatz senkt Servicekosten und steigert gleichzeitig das Image des Auftraggebers.

Diese drei Unternehmen erleichtern ihren Kunden auf digitalem Weg den Alltag. Mit ihren Projekten konnten sie die Jury überzeugen:

Kategorie: Digitalisierung des Kundenerlebnisses

  • B&B Hotels: Online Check-In fürs Hotelzimmer

    Wer viel fliegt und lange Schlangen am Check-In-Schalter umgehen will, checkt vorab online ein. Seit August 2014 bietet die Economy-Hotelgruppe B&B Hotels mit Sitz in Hochheim am Main diesen online Service auch für Hotelbuchung ein. Wer ein Zimmer in einem der 350 Hotels in Europa reserviert hat, kann vorab im Internet bezahlen und sich am Anreisetag die Zimmernummer und den Zugangscode per E-Mail oder SMS schicken lassen. So gelangt der Gast ohne Umweg über die Rezeption direkt aufs Zimmer.

  • Kiveda Deutschland: Einbauküchen via Videochat planen

    Der Berliner Küchenspezialist Kiveda geht beim Vertrieb seiner Produkte neue Wege: Kunden haben die Möglichkeit, von zu Hause per Videochat mit den Mitarbeitern die eigene Wunsch-Einbauküche zu planen. Vor den Augen der Kunden entsteht die digitale Küche, gefällt ein Detail nicht, kann der Kunde aus über 10000 Produkten wählen. Zusätzlich zum Videochat bietet Kiveda die Möglichkeit, sich die Küchen vor dem Kauf noch einmal im Geschäft anzuschauen.

  • Weiss+Appetito Communication: Online-Plattform für E-Autos

    Der Duisburger Kommunikations-Dienstleister Weiss + Appetito Communication hat die App Charge-Drive entwickelt. Dahinter verbirgt sich eine Online-Plattform mit Reservierung-, Freischalt- und Bewertungssystem. Es wird ein Shared Economy Ansatz verfolgt: Private Parkplatzbesitzer und E-Autofahrer stellen ihre Ladevorrichtung anderen E-Autofahrern gegen Entgelt zur Verfügung. Ein Vorschaltgerät ermöglicht es beispielweise dem Nutzer, über eine von Weiss + Appetito entwickelte Software die Ladestationen zu steuern. Gleichzeitig kann der User mit anderen Usern in Kontakt treten.

In der Kategorie Digitalisierung von Prozessen konnten sich diese zwei Unternehmen durchsetzen:

Kategorie: Digitalisierung von Prozessen

  • Flyeralarm: Digital und erfolgreich in der Druckbranche

    Bis zu 15000 Aufträge werden täglich beim Druckspezialisten Flyeralarm mit Sitz in Würzburg bearbeitet. Dabei sind alle Prozesse vom ersten Kundenkontakt bis zur Auftragsplatzierung auf der Druckmaschine vollständig digitalisiert. In der schwierigen, insgesamt schrumpfenden Druckbranche hat es das Unternehmen so geschafft, erfolgreich zu sein. Flyeralarm beschäftigt heute rund 2000 Mitarbeiter und betreibt in Deutschland insgesamt elf Stores.

  • MSC Germany: Abstimmen über die Cloud

    Das zentrale Frachtdokument in der Schifffahrt ist das Konnossement. Es fungiert beispielsweise als Warenwertpapier der verschifften Güter und gleichzeitig als Quittung. Seit über 90 Jahren setzt die Schifffahrt auf Konnossemente, ohne große Veränderungen. Zwar wird das Dokument mittlerweile nicht mehr per Post, sondern via E-Mail als PDF-Datei verschickt. Oft werden im Abstimmungsprozess aber noch Änderungen vorgenommen – das kostet Zeit und ist kompliziert. Die Reederei MSC Germany hat diese Prozesse digitalisiert: Das Schifffahrtsunternehmen kann genauso wie seine Kunden das Konnossement über eine Cloud-Lösung online bearbeiten. So können sich die Beteiligten zudem im Chat austauschen oder das Dokument mit Dritten, die ebenfalls involviert sind, teilen.

Drei Unternehmen haben es durch die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen in die letzte Runde des Digital Champions Award 2016 geschafft:

Kategorie: Digitalisierung von Produkten und Dienstleistung

  • Inpromo hashtaglove: Youtube-Stars und Unternehmen zusammenbringen

    Sie haben Millionen Follower und Likes, bringen Jugendliche zum Kreischen und setzen Trends – die Reichweite von Youtube-Stars, Bloggern und Co. ist enorm. Die Hamburg Agentur Inpromo hat die Online-Plattform „Hashtaglove“ entwickelt: Auf der Seite können sich die Interenet-Stars anmelden und sich dann auf einem digitalen Marktplatz auf ausgeschriebene Marken-Kampagnen von Unternehmen bewerben. Die Online-Plattform gibt es seit rund einem Jahr. Schon jetzt wurden laut Inpromo 40 Kampagnen erfolgreich umgesetzt.

  • Rieber: Industrie 4.0 in der Lebensmittelbranche

    Seit Jahren beschäftigt sich Lebensmittellogistik-Experte Rieber aus Reutlingen bei Stuttgart mit der Frage, wie die Qualität von Lebensmitteln bei Lagerung und Transport möglichst lange erhalten werden kann. Deshalb hat das Unternehmen das digitale System „Check“ entwickelt, das Unternehmen aus der Lebensmittelbranche mehr Sicherheit und Komfort bieten soll: Alle für die Lebensmittelsicherheit relevanten Daten wie beispielsweise die Temperatur der Speise werden in Echtzeit erfasst, dokumentiert und können beispielsweise mit dem Smartphone jederzeit abgerufen werden.

  • SYNK Group: Stärken digital wachhalten

    Stärken finden und ausbauen durch persönliche Entwicklungspläne, die helfen Ziele, Aufgaben und Herausforderungen zu meistern: Die SYNK Group mit Standorten in Stuttgart, Berlin, Hamburg und München hat schon 2007 die digitale Lernplattform "Synlife" entwickelt. Diese unterstützt Führungskräfte und Mitarbeiter in Qualifizierungsprozessen ihre persönlichen Kenntnisse und Stärken durch Training, Coaching und Mentoring wach zu halten und nachhaltig zu entwickeln. Zudem ist der direkte Austausch mit anderen Führungskräften möglich. Am Ende liefert Synlife einen Gesamtüberblick über den Entwicklungs-Erfolg des jeweiligen Nutzers.

Neben diesen vier Kategorien hat die Jury den Sonderpreis „Digitalisierungsmacher“ ausgelobt. Der Preis geht 2016 an Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender des Versandhaus-Imperiums Otto:

Sonderpreis: Digitalisierungsmacher

  • Michael Otto: Der Digitalisierungsmacher

    Der 73-jährige Aufsichtsratsvorsitzende der Otto-Group ist eine der Unternehmenslegenden in Deutschland. Während Traditionsmarken und Wettbewerber wie Neckermann und Quelle pleite gingen, ist es Michael Otto gelungen, den Wandel vom klassischen Katalogversand hin zum digitalen Unternehmen zu gestalten. Früher als viele andere Unternehmen habe Otto konsequent auf E-Commerce gesetzt – heißt es in der Begründung der Jury des Digital Champions Awards, die Otto als „Vorreiter der Multichannel-Strategie im Handel“ bezeichnet.

Der Digital Champions Award 2016 wird am 16. Juni in den Räumlichkeiten der Telekom Deutschland GmbH in Berlin vergeben. Weitere Infos zum Wettbewerb finden Sie hier.

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