Industrielle Revolution: Wie Industrie 4.0 die Welt verändert

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Industrielle Revolution: Wie Industrie 4.0 die Welt verändert

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Jedermann's Roboter: Die Franka Emika GmbH bietet Maschinen an, die jeder mit einem Computer oder Tablet steuern kann.

von Andreas Menn

Die Digitalisierung hält Einzug in die Industrie. Wie der Megatrend den Arbeitsmarkt, die Fertigung und die Globalisierung verändert.

Man nennt ihn die vierte industrielle Revolution oder kurz „Industrie 4.0“: Der Megatrend krempelt gerade die Industrie um. Nach Dampfmaschine, Fließband und Elektronik sind diesmal die Vernetzung der Geräte, die Analyse riesiger Datenmengen und der Einsatz von smarten Robotern die wichtigsten Treiber.

So wie Elektrizität vor hundert Jahren in die Fabriken einzog, sind es nun die Datennetze. In den kommenden Jahren werden sie die Art verändern, wie wir Dinge herstellen und konsumieren. Sogar die globale Arbeitsteilung steht auf dem Prüfstand. Warum das so ist und was Experten für die Zukunft der Industrie prognostizieren.

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Die Maschinen übernehmen

Ein Gerät, das Dinge fabriziert: Davon träumen Technik-Nerds seit der Replikator in der Science-Fiction-Serie Stark Trek das Konzept populär gemacht hat. Inzwischen sieht es danach aus, dass die Fiktion Schritt für Schritt Realität wird.

PremiumRoboterbusse aus Berlin Unikate von deutschen Fließbändern – danke, Roboter!

Das Start-up Local Motors will in Berlin Roboterbusse bauen und als Flotte betreiben. Es ist nur ein Beispiel dafür, wie Maschinen die Industrie revolutionieren. Deutschland wird als Fertigungsstandort wieder attraktiv.

Olli ist ein Kleinbus mit Autopilot des Start-Ups Local Motors. Alles an Olli ist außergewöhnlich: das Konzept selbst; die Art, wie es entstanden ist; und die Weise, wie Local Motors den Wagen fertigen will. Mitten in Berlin will das Start-up Anfang 2017 eine Kleinserienproduktion starten. Quelle: Presse

Die 3-D-Drucker erobern den Massenmarkt. Bis zum Jahr 2020 wird der Umsatz mit der Technik weltweit auf 35 Milliarden Dollar steigen. Und das dürfte nur der Anfang sein. Denn die Maschinen werden Jahr für Jahr schneller. Und sie können inzwischen dutzende Materialien verarbeiten und kombinieren - Keramik, Kunststoff, ja sogar Holz.

Erstens ermöglicht das die Produktion on demand: Autohersteller wie Daimler sind an der Technik interessiert, weil sie damit unter anderem die Produktion von Ersatzteilen umkrempeln können. Statt jahrelang für jedes Modell Teile teuer zu lagern, können sie nun vor Ort und nach Bedarf herstellen. Sogar Oldtimer lassen sich so mit passenden Teilen renovieren.

Zweitens lassen sich Produkte per 3-D-Druck maßschneidern. Anbieter wie Shapeways drucken Schmuck und vieles mehr auf individuelle Bestellung. Mit spezieller Software kann jeder seine 3-D-Modelle erstellen und an den Druckdienstleister schicken. Das Isala-Krankenhaus in der niederländischen Stadt Zwolle druckt demnächst sogar die Mahlzeiten seiner Patienten - um jedem die perfekte Nährstoffmischung zu bieten.

Drittens macht 3-D-Druck die Produktion hyperlokal. Anstelle großer Fabriken mit Industriefräsen reicht eine Maschine von der Größe einer Kühltruhe, die praktisch überall Platz findet. Allein in New York gibt es mehr als 500 3-D-Druck-Dienstleister. Statt in China bestellen wir also künftig Spielzeug und Co. beim Laden neben dem Chinaimbiss.

Aufmarsch der Roboter

Auch Roboter halten zunehmend Einzug in die Fabriken. Und das ist vielseitiger Form: Als Lieferroboter, die Transportaufgaben übernehmen. Als helfende Hand, die Produkte in Kartons verpackt. Oder als Roboterarm, der Maschinen bestückt und langweilige, schmutzige und gefährliche Jobs übernimmt.
Jede vierte Aufgabe in der Industrie wird im Jahr 2025 von cleveren Maschinen übernommen, so die Prognose der Boston Consulting Group (BCG). Mit vernommen Konsequenzen: Die Arbeitskosten werden in Deutschland um 21 Prozent sinken. Die Industrie steht vor einem enormen Produktivitätsschub.

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