Innovation der Woche: Klimaanlage im Business-Hemd

kolumneInnovation der Woche: Klimaanlage im Business-Hemd

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Business-Hemd mit Weltraumtechnik. Damit will das amerikanische Unternehmen Ministry of Supply heißen Sommertemperaturen zu Leibe rücken

Kolumne von Jürgen Rees

Ein Hemd eines amerikanische Start-up-Unternehmens soll Wärme aufnehmen und abgeben können und eine Fülle weiterer positiver Eigenschaften haben.

Sommer, Wärme, Hitze? Eigentlich wunderschön, wenn man nicht gerade im Schweiß treibenden Business-Outfit in einem Meeting verglüht. Vor allem, wenn das Hemd schon am Körper klebt, möchte man gerne das Weite suchen – wenigstens an einen kühlen Ort oder besser dorthin, wo man das Hemd wechseln kann.

Die sommerlichen Qualen könnten schon bald ein Ende haben. Denn das amerikanische Unternehmen Ministry of Supply will mit Weltraumtechnik heißen Sommertemperaturen zu Leibe rücken. Dazu hat das Start-up-Unternehmen nach eigenen Angaben ein Hemd namens Apollo entwickelt, dass Wärme aufnimmt und abgibt, Schweißgeruch eliminiert, knitterfrei ist und durch eine angenehme Dehnbarkeit hohen Tragekomfort verspricht.

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Das klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein: Der Trick sollen dabei sogenannte phasenwechselnde Materialien sein, die ähnlich wie Weltraumanzüge mit klimaregulierenden Eigenschaften glänzen. An heißen Tagen absorbiert der Stoff die Wärme der Haut und erzeugt damit ein angenehmes Gefühl der Kühlung. Die gespeicherte Wärme kann wieder abgegeben werden, wenn der Träger plötzlich in eine wesentlich kältere Umgebung kommt. Die Erfinder haben die Materialien am renommierten Massachusetts Institute of Technology

getestet.

Ministry of Supply Apollo Quelle: Pressebild

Das Start-up hat ein Hemd namens Apollo entwickelt, dass Wärme aufnimmt und abgibt

Bild: Pressebild

Eingebauter Kühleffekt

Der eingebaute Kühleffekt der Fasermischung soll gewährleisten, dass die Hauttemperatur um mindestens ein bis zwei Grad gesenkt wird. Gleichzeitig wird Schweiß - so wie bei üblicher Sport-Funktionskleidung - schnell nach außen geleitet. Die Oberfläche des Stoffes ist bakterienabweisend und zusätzlich mit abtötenden Silberfasern versehen. Dies verhindert unangenehme Gerüche. Nach eigenen Angaben verzichtet Ministry of Supply auf die Verwendung problematischer Chemikalien wie das unter Krebs-Verdacht stehende Formaldehyd. Das Apollo-Hemd ist maschinenwaschbar und wird vollständig in den USA gefertigt. Im Spätsommer soll das Apollo-Hemd auf den Markt kommen.

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Hinter dem Firmennamen verbirgt sich eine bunte Truppe, die bei der iPhone-Entwicklung bei Apple beteiligt war, Investmentbanker und auch Designer von Weltraumanzügen sind dabei.

Um die Produktion zu finanzieren haben die Gründer eine sogenannte Kickstarter-Kampagne gestartet. Ab einer Zusage von 95 Dollar (rund 76 Euro) können sich Interessenten das Hightech-Textil sichern. Die Idee des selbstregulierenden Hemdes stößt jedenfalls auf viel Interesse. Fünf Tage vor Ablauf der Funding-Aktion wurde das gesteckte Ziel von 30 000 Dollar mit mehr als 250 000 Dollar bereits deutlich übertroffen.

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