Picknick mit Strom: Sunnybag macht die Tasche zur Solarzelle

Picknick mit Strom: Sunnybag macht die Tasche zur Solarzelle

von Sabrina Keßler

Leere Akkus und keine Steckdose weit und breit: Mit den Taschen von Sunnybag soll das künftig kein Hindernis mehr sein.

Solargeräte für unterwegs gibt es viele – von der Steckdose, die sich mit Sonnenenergie am Fenster aufladen lässt, bis hin zum Ladegerät für das Smartphone. Das Grazer Unternehmen Sunnybag hat diese Idee nun noch ein Stück weiter gedacht und Taschen mit integrierter Solarzelle entwickelt.

Die Produkte des Start-ups reichen von Aktentaschen über Umhängetaschen bis hin zu Rucksäcken. Zusätzlich hat Sunnybag auch eine Solarzelle namens Leaf entwickelt, die sich mithilfe von Schnüren und ein wenig Kreativität an den verschiedensten Orten befestigen lässt. Ob Zelt, Geländer, Rucksack oder Fahrradsattel – es soll nur ein paar Ösen oder Streben brauchen, um das Panel anzubinden. Die Solar-Produkte des steirischen Erfinders Stefan Ponsold sollen damit als flexible und leichte Ladegerät für unterwegs dienen. Kosten: ab 99 Euro.

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Gespeichert wird die Sonnenenergie über ein 25 Zentimeter langes Kabel, das per USB mit einem 2.200 Milli-Amperestunden-Akku verbunden werden kann. Alternativ lassen sich Smartphones, Kameras oder sonstige Elektronik auch direkt über die Taschen oder das Leaf laden – allerdings nur manche Modelle, wie Tests des Technikblogs netzwelt.de zeigen. So funktionierte das direkte Laden zwar mit einem Modell des südkoreanischen Unternehmens LG, nicht aber mit einem iPhone 5c, da das angeschlossene Leaf von Apple nicht unterstützt wird. Lediglich die Ladung über den Akku funktionierte auch beim iPhone einwandfrei.

Akku kann auch über Steckdose geladen werdenTrotz einer Diagonale von 26 Zentimetern wiegt die Solarzelle benutzerfreundliche 120 Gramm, weniger als ein Apfel also. Hinzu kommt allerdings der Akku mit weiteren 79 Gramm. Kratzern und Stößen hält das Leaf laut Unternehmen ebenso stand wie starken Regengüssen oder Schnee. Nur den Akku sollte man bei der Nutzung stets im Trockenen aufbewahren.

Falls die Sonne mal fehlt, kann man den Akku übrigens auch konventionell via Steckdose oder per USB-Kabel aufladen. Wie auch bei Sonnenlicht informiert eine kleine LED-Leuchte im Anschluss mithilfe fünf verschiedener Farben über den Stand der Ladung. Drei bis fünf Stunden dauert es, den Akku komplett aufzutanken – genug Energie, um ein iPhone 5 mehr als einmal vollständig zu laden.

Vom Utensil für Lebensretter zum AlltagsbegleiterDie Idee entwickelte Ponsold 2010 für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“, die in ländlichen Gebieten oftmals keinen Zugang zu Strom finden – dafür umso mehr Sonnenlicht. Rund fünf Jahre später haben sich seine Solarmodule sowohl in Krisengebieten als auch im Alltag erprobt und die Firma schlagartig zur Nummer eins unter den portablen Solar-Ladegeräten Europas gemacht.

Finanziert hat der Unternehmer seinen Solar-Begleiter über die Österreichische Crowdfunding-Plattform Green Rocket, auf der er 2013 rund 160.000 Euro eingesammelt hat; mehr als das dreifache der gesetzten Fundingschwelle. Vor kurzem erst endete eine weitere Finanzierungsrunde über 80.000 Euro auf Kickstarter, mit der Ponsold die Entwicklung des Sunnybag-PowerTabs vorantreiben will – eine Solarzelle in der Größe eines Tablets, das durch einen stabilen Rahmen vor Stößen und Wasser geschützt wird.

Video: Outdoor-Test extrem: Auf dem Landweg nach New York.

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