Solarzellen in der Karosserie: Chinesisches Unternehmen plant selbstladendes Auto

Solarzellen in der Karosserie: Chinesisches Unternehmen plant selbstladendes Auto

von Benjamin Reuter

Nach vier Stunden Sonne 100 Kilometer weit fahren – ein E-Auto mit integrierten Solarzellen soll es möglich machen.

Das chinesische Unternehmen Hanergy, der weltweit wohl größte Hersteller von Dünnschichtsolarzellen, will seine Module künftig auch in der Karosserie von Autos einsetzen. Die Idee klingt ungewöhnlich, aber Hanergy wären nicht die ersten, die Autos mit Solarpanelen bestücken, um damit die Akkus zu laden.

Regelmäßig treten Hunderte Teilnehmer bei der World Solar Challenge in Australien mit ihren selbstgebauten Solarautos an. Das Ziel: Die Wagen sollen eine Strecke von 3000 Kilometern allein mit der Kraft der Sonne zurücklegen.

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Bis zu 100 Kilometer ReichweiteAber nicht nur Bastler haben das Potenzial von in der Autokarosserie integrierten Solarzellen erkannt: Der US-Autobauer Ford stellte im vergangenen Jahr den Kleinwagen C-Max Solar Energi Concept mit einem Solardach vor (wir berichteten). Nach einem Tag in der Sonne und unter einem speziellen Dach eines Carports, das die Strahlen verstärkt, fährt das Auto immerhin 34 Kilometer weit.

Die Chinesen von Hanergy wollen diese Strecke mit ihren Plan aber noch toppen, wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet. Nach nur vier Stunden in der Sonne soll das Auto bis zu 100 Kilometer weit fahren können. Die flexiblen Dünnschichtsolarzellen sollen dabei direkt in die Karosserie eingelassen sein. Sechs Quadratmeter sollen die Module laut Informationen auf der Webseite von Hanergy abdecken.

Für die Umsetzung hat sich Hanergy, das vom fünftreichsten Mann Chinas Li Hejun geleitet wird, mit drei ausländischen und zwei chinesischen Unternehmen zusammengetan. Welche das sind, verrät Hejun aber noch nicht. Im Oktober sollen dann bis zu fünf Modelle präsentiert werden.

Dass sich Dünnschichtmodule grundsätzlich für den Einsatz in einer Karosserie eignen, ist dabei nicht zweifelhaft. Vergangenes Jahr hatte Hanergy das Dach eines Aston Martin mit den Kleinkraftwerken bestückt. Ob sie allerdings die nötige Leistung bringen und gegen Beschädigungen gewappnet sind, bleibt abzuwarten.

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