Unicredit-Tochter: Chef der Bank Austria tritt mitten im Umbau ab

Unicredit-Tochter: Chef der Bank Austria tritt mitten im Umbau ab

, aktualisiert 18. Januar 2016, 16:10 Uhr
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Willibald Cernko wird seinen Vorsitz bei der Bank Austria Ende Februar aufgeben.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bank Austria hat gerade erst ein millionenschweres Sparprogramm verpasst. Mehr als ein Drittel der Filialen soll geschlossen werden. Ausgerechnet jetzt geht überraschend der Chef.

WienDie zur italienischen Unicredit gehörende Bank Austria tauscht mitten in einem tiefgreifenden Konzernumbau ihren Chef aus. Der seit 2009 an der Spitze des österreichischen Geldhauses stehende Willibald Cernko legt per Ende Februar vorzeitig seine Funktion nieder, wie die Bank Austria am Montag mitteilte. Der Vertrag des 59-Jährigen wäre bis September 2018 gelaufen. Seine Nachfolge übernimmt ab März sein 45-jähriger Vorstandskollege Robert Zadrazil, der bisher für das Geschäft mit Privatkunden verantwortlich war. Zadrazil, der seit 2001 für die Bank Austria tätig ist, wird nach Angaben eines Bank-Sprechers in seiner neuen Rolle für drei Jahre bestellt.

Die überraschende Ablöse Cernkos sei einvernehmlich erfolgt, sagte der Bank-Sprecher. An der Strategie und am angekündigten Umbau des Instituts werde nicht gerüttelt. Bank-Austria-Aufsichtsratchef Erich Hampel sprach von einem „optimalen Zeitpunkt für einen Generationenwechsel“. „Ich bin überzeugt, dass wir mit Robert Zadrazil den richtigen Mann gefunden haben, den Umbau unserer Bank auf Basis der vorliegenden Konzepte und Entscheidungen erfolgreich voranzutreiben und zu gestalten“, sagte Hampel. Sorgen bereitet der Bank derzeit die Verluste schreibende heimische Filialsparte.

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Im Dezember wurde daher ein neues Sparpaket beschlossen, das die Schließung von 70 der insgesamt 190 Filialen in Österreich bis 2018 vorsieht. Die Kosten sollen bis dahin um 300 Millionen Euro gesenkt werden. Wie viele Mitarbeiter ihren Job verlieren werden, ist noch offen. Cernko kündigte allerdings an, ohne Kündigungen auskommen zu wollen. Kosten sparen will die Bank auch durch eine Umstellung des internen Pensionssystems. Die bisher von Wien aus geführten Osteuropa-Beteiligungen muss die Bank Austria an ihre italienische Mutter abgeben.

Quellle:  Handelsblatt Online
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