Abgas-Skandal: Kraftfahrt-Bundesamt geht offenbar gegen Fiat vor

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Abgas-Skandal: Kraftfahrt-Bundesamt geht offenbar gegen Fiat vor

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Jetzt gerät auch Fiat in der Dieselaffäre immer stärker unter Verdacht.

Fiat hat möglicherweise eine illegale Motorsoftware eingesetzt, einen Termin beim Verkehrsminister lies der Konzern platzen. Das Kraftfahrt-Bundesamt soll nun erste Beweise an die EU-Kommission weitergeleitet haben.

Der Autokonzern Fiat Chrysler hat einem Zeitungsbericht zufolge bei Abgastests mit einer illegalen Software betrogen. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, soll das Kraftfahrt-Bundesamt einen entsprechenden Prüfbericht an Behörden in Rom und Brüssel geschickt haben.

Darin heißt es der Zeitung zufolge, dass der Fiat-Konzern in Fahrzeugen der aktuellen umweltfreundlichen Euro-Norm 6 auffällige "Software, Applikationen und Kalibrierungen" verwende, die "möglicherweise nicht gesetzeskonform erscheinen". Der Bericht trage den Titel: Betreffzeile "Unzulässige Abschalteinrichtungen beim Fiat 500X".

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Mehrere Prüfungen durch das Kraftfahrt-Bundesamt bestätigten der Zeitung nach den Verdacht einer illegalen Abschaltvorrichtung in den Fahrzeugen, die die Abgasreinigung jeweils nach 22 Minuten vollständig abschalte. Damit sei „ein hinreichender Nachweis einer unzulässigen Abschalteinrichtung“ erbracht, heiße es in dem Bericht weiter. Auf Anfrage der Zeitung teilte Fiat mit, der Konzern gebe „zu diesem Themenkomplex öffentlich keine Stellungnahme ab“.

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Das Logo von Volkswagen. Quelle: AP

Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte einen solchen Bericht bereits angekündigt, nachdem eine Untersuchungskommission des Ministeriums zuvor auch beim italienischen Autobauer Unregelmäßigkeiten bei Abgaswerten von Dieselfahrzeugen festgestellt hatte. Am Donnerstag hatte Fiat kurzfristig einen Termin im Ministerium abgesagt und dies Dobrindt zufolge damit begründet, dass nur die italienischen Behörden in der Angelegenheit zuständig seien.

Der Minister warf dem Unternehmen daraufhin ein "völlig unverständliches" und unkooperatives Verhalten vor und kündigte Konsequenzen an. Im schlimmsten Fall drohe dem Konzern der "Verlust der Typenzulassungsgenehmigung", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung. Ähnlich äußerte sich der CDU-Verkehrsexperte Patrick Schnieder. "Wer sich weigert, bei uns saubere Autos zu verkaufen, verkauft bald gar keine Autos mehr in Deutschland", sagte er dem Blatt.

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