Automobilzulieferer: Bosch macht weltweit am meisten Umsatz

Automobilzulieferer: Bosch macht weltweit am meisten Umsatz

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Bosch kann seine Vorjahresposition an der Spitze verteidigen.

Im vergangenen Jahr konnten deutsche Autozulieferer ihre Umsätze erneut  steigern und gehören damit zu den erfolgreichsten Unternehmen der Branche. Doch ein anderes Land bringt noch mehr Top-Unternehmen hervor.

Bosch ist gemessen am Umsatz der größte Autozulieferer der Welt. Das geht aus einer Erhebung der Management-Beratung Berylls Strategy Advisors hervor, die jährlich veröffentlicht wird und der WirtschaftsWoche vorab vorliegt. Bosch kann damit seine Position aus dem Vorjahr halten. Auch sonst haben die die Machtverhältnisse in den Top Ten kaum verschoben. Einziger Neuzugang unter den zehn umsatzstärksten Zulieferern ist das französische Unternehmen Faurecia, das sich im Vorjahr noch mit Platz 11 begnügen musste.

Die Top Ten wird von Deutschland und Japan dominiert. Jeweils drei Unternehmen kommen aus diesen beiden Ländern. Japans Zulieferbranche stellt außerdem fast ein Drittel der Top 100 und ist mit einem Gesamtumsatz von 237 Milliarden Euro die größte Gruppe des Rankings.

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Die 17 deutschen Top-Zulieferer bilden mit einem kumulierten Umsatz von 186 Milliarden Euro die zweitgrößte Gruppe. Auf Platz 3 folgen 21 US-amerikanische Zulieferer mit 138 Milliarden Euro Umsatz.

Die weltweit größten Autozulieferer

  • Platz 10

    Faurecia (Frankreich)

    Umsatz 2016: 18,711 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 18,770 Milliarden Euro
    Veränderung: -0,3 Prozent
    Hauptprodukte: Sitze und Innenausstattung

    Quelle: Berylls Strategy Advisors

  • Platz 9

    Michelin (Frankreich)

    Umsatz 2016: 20,907 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 21,199 Milliarden Euro
    Veränderung: -1,4 Prozent
    Hauptprodukte: Reifen

  • Platz 8

    Bridgestone-Firestone (Japan)

    Umsatz 2016: 22,485 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 24,094 Milliarden Euro
    Veränderung: -6,7 Prozent
    Hauptprodukte: Reifen

  • Platz 7

    Aisin (Japan)

    Umsatz 2016: 27,977 Milliarden Euro

    Umsatz 2015: 24,133 Milliarden Euro
    Veränderung: +15,9 Prozent
    Hauptprodukte: Getriebe, Bremssysteme, Karosserie- und Motorenteile

  • Platz 6

    Hyundai Mobis (Südkorea)

    Umsatz 2016: 30,227 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 28,096 Milliarden Euro
    Veränderung: +7,6 Prozent
    Hauptprodukte: Cockpit-, Frontend- und Chassismodule

  • Platz 5

    ZF Friedrichshafen (Deutschland)

    Umsatz 2016: 32,353 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 27,113 Milliarden Euro
    Veränderung: +19,3 Prozent
    Hauptprodukte: Fahrwerks- und Antriebssysteme, Elektronik/Software

  • Platz 4

    Magna (Kanada)

    Umsatz 2016: 34,587 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 29,408 Milliarden Euro
    Veränderung: +17,6 Prozent
    Hauptprodukte: Karosserie & Fahrwerksysteme, Exterieur-Ausstattungen

  • Platz 3

    Denso (Japan)

    Umsatz 2016: 36,301 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 34,299 Milliarden Euro
    Veränderung: +5,8 Prozent
    Hauptprodukte: Klimasysteme, Motorsteuerung, Human-Machine-Interface

  • Platz 2

    Continental (Deutschland)

    Umsatz 2016: 40,550 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 39,232 Milliarden Euro
    Veränderung: +3,4 Prozent
    Hauptprodukte: Brems-, Fahrwerk- und Sicherheitssysteme, Reifen

  • Platz 1

    Bosch (Deutschland)

    Umsatz 2016: 43.936 Milliarden Euro
    Umsatz 2015: 41,657 Milliarden Euro
    Veränderung: +5,5 Prozent
    Hauptprodukte: Antriebs-, Sicherheits- und Komfortsysteme

Dadurch dass alle Unternehmen ähnlich starke beim Umsatz zugelegt haben, hat sich – zumindest im oberen Drittel –wenig bei den Platzierungen geändert. Dabei konnten insbesondere die Deutschen ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr steigern.

Die großen Trends der Autoindustrie – Elektromobilität und autonomes Fahren – beeinflussen auch die Zulieferer. Besonders amerikanische Unternehmen trennen sich von Sparten, die aus ihrer Sicht nicht für die Zukunft gerüstet sind. So hat der amerikanische Zulieferer Delphi angekündigt, das Geschäft mit klassischen Antriebskomponenten bis 2018 vollständig abzuspalten.

Der Kurs der US-Unternehmen scheint dabei erfolgreich zu sein: Im Schnitt waren die amerikanischen Zulieferer 2016 profitabler als die Europäer, die sich nicht radikal von ihrem klassischen Geschäft trennen. Im Gegenteil traten europäische Zulieferer im vergangenen Jahr verstärkt als Käufer denn als Verkäufer auf. Besonders der französische Valeo-Konzern hat kräftig zugekauft.

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