Bad Bank der Hypo Alpe Adria: Heta-Gläubiger lassen sich nicht locken

Bad Bank der Hypo Alpe Adria: Heta-Gläubiger lassen sich nicht locken

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Gläubiger der österreichischen Heta, Bad Bank der 2009 verstaatlichten Hypo Alpe Adria, sind unzufrieden mit dem Verlauf der Verhandlungen.

Der Streit um die Schulden der notverstaatlichten Hypo Alpe Adria geht weiter. Einige Gläubiger sind auch mit dem nachgebesserten Angebot von Österreichs Finanzminister unzufrieden. Auch die Deutsche Bank übt Kritik.

Der Streit um die Altschulden der zusammengebrochenen Kärntner Bank Hypo Alpe Adria zieht sich. Eine kleine Gruppe von Gläubigern der Bad Bank Heta gibt sich auch mit dem nachgebesserten Angebot nicht zufrieden. Die Gläubigerschutzgemeinschaft "Teutonia" lehnt das zusätzliche Tauschangebot von Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling ab und fordert weitere Nachbesserungen.

Auch die Deutsche Bank, die über Fonds für institutionelle Anleger nachrangige Heta-Anleihen von über 200 Millionen Euro hält, übt Kritik: Das Zusatzangebot verschärfe die Ungleichbehandlung der Gläubigergruppen und verhindere womöglich die Annahme des Rückkaufangebots insgesamt, teilte die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank am Freitag mit.

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Der von Schelling angebotene Kauf einer 18-jährigen Null-Kupon-Anleihe zu 75 Prozent der Nominale kommt nach Ansicht der Gläubigergruppe "Teutonia" einem Barwert von rund 83 Euro gleich und dies entspräche nicht den Forderungen der Gläubiger. "Wir werten dies, auch in Rücksprache mit anderen Gläubiger-Gruppen, als ersten Schritt in die richtige Richtung, dem aber noch weitere folgen müssen".

Die Gruppe hält Heta-Anleihen in einem Volumen von insgesamt 200 Millionen Euro. Die Investoren fordern aufgrund der aktuellen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank eine Verkürzung der Laufzeit auf sieben bis zehn Jahre, da dies "im Wesentlichen zu keinen Mehrkosten gegenüber einer Laufzeit von 18 Jahren führen würde". Außerdem sei der Beitrag des Bundeslandes Kärnten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro "zu gering", insbesondere angesichts vorhandener Vermögenswerte wie der Anteile am Kärntner Versorger Kelag oder Wohnbaudarlehen.

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Die Vermögensverwaltung der Deutschen Bank sieht die Halter von nachrangigen Anleihen benachteiligt. "Die jüngste indirekte Nachbesserung hebt das Angebot für die Nachränge wirtschaftlich auf rund 33 Prozent gegenüber rund 82 Prozent für die Senior Bonds. Obwohl auch diese Anleihen vollumfänglich durch die öffentliche Hand verbürgt sind, hat sich die Ungleichbehandlung damit sogar noch verschärft."

Kärnten will die mit Landeshaftungen versehenen Heta-Papiere zu 75 Prozent des Nennwertes zurückkaufen. Insgesamt werden den Investoren 7,8 Milliarden Euro angeboten - auf über drei Milliarden Euro sollen die Gläubiger verzichten. Insgesamt haftet das Bundesland für Anleihen der ehemaligen Kärntner Bank in Höhe von elf Milliarden Euro. Das Angebot läuft noch bis 11. März.

Kärnten will aber auch nach der Ablehnung einer großen Gläubigergruppe nicht an dem Angebot für die Anleihenbesitzer der Krisenbank Heta rütteln. "Für uns ändert sich gar nichts. Kärnten ist an seine wirtschaftlichen Grenzen gegangen", sagte eine Sprecherin der Kärntner Finanzlandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut am Freitag zu Reuters. Falls das bis 11. März laufende Angebot scheitern sollte, sei Kärnten bereit, "bis zu den höchsten Instanzen" zu gehen, sagte sie. Zuvor hatte eine große Gläubigergruppe, die nach eigenen Angaben mehr als fünf Milliarden Euro an Heta-Anleihen hält, das zusätzliche Tauschangebot des österreichischen Finanzministers abgelehnt.

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