DZ Bank: Zwei Milliarden Euro Gewinn

DZ Bank: Zwei Milliarden Euro Gewinn

, aktualisiert 07. März 2017, 18:20 Uhr
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DZ Bank: Zwei Milliarden Euro Gewinn

Die DZ Bank hat trotz Aufwendungen für ihre Fusion mit der Düsseldorfer WGZ im vergangenen Jahr erneut einen Milliardengewinn erzielt.

Die große Fusion mit der WGZ Bank ist vollzogen, jetzt will die DZ Bank ihr Immobiliengeschäft straffen. Vorstandschef Wolfgang Kirsch kündigte an, drei der vier Immobiliengesellschaften im Haus zu verschmelzen, um bestenfalls eine mittlere zweistellige Millionensumme zu sparen. Das gewerbliche Geschäft der ehemaligen WGZ soll in die DG Hyp eingebracht und diese wiederum mit der WL Bank fusioniert werden. "Diese Gesellschaften haben sich nebeneinander erfolgreich entwickelt", betonte Kirsch am Dienstag in Frankfurt. "Nach dem Zusammenschluss ergeben sich nun Überschneidungen, denen wir mit einer Neuausrichtung des Immobiliengeschäfts begegnen müssen."

Die neue Hypothekenbank wird voraussichtlich vom kommenden Jahr an alle Kunden aus einer Hand bedienen - Gewerbekunden, Privatkunden, die Wohnungswirtschaft und Kommunen. Allein in der gewerblichen Immobilienfinanzierung käme das Institut auf einen Marktanteil von etwa 20 Prozent. Wie viele Jobs der Neuordnung zum Opfer fallen, dazu lässt sich Kirsch noch nichts entlocken. Außen vor bleibt wegen ihres sehr speziellen Geschäftsmodells die Bausparkasse Schwäbisch Hall. Sie darf separat weitermachen.

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DZ und WGZ hatten sich im vergangenen Jahr - nach mehreren gescheiterten Anläufen - zum Spitzeninstitut der rund 1000 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken zusammengeschlossen. Das ging nach den Worten von Kirsch "zügig und geräuschlos" über die Bühne. Jetzt tüftelt der Vorstand an einer Holding-Struktur, um sich noch effizienter aufzustellen.

Die neue DZ Bank fuhr 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 2,2 Milliarden Euro ein und übersprang damit die angepeilte Schwelle von zwei Milliarden. Ohne die Düsseldorfer WGZ Bank, die seit Mitte des Jahres zu ihr gehört, hatte die DZ Bank ein Jahr zuvor 2,45 Milliarden Euro vor Steuern erwirtschaftet. In der Bilanz zeigt sich ein gemischtes Bild: Einerseits drückten vor allem Probleme in der Schiffsfinanzierung auf die Zahlen. So rutschte die Tochter DVB Bank mit 285 Millionen Euro in die roten Zahlen. Andererseits gab es Sondereffekte durch den Zusammenschluss, etwa durch Neubewertungen von Bilanzpositionen. Die Eigner bekommen eine Dividende von 325 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr plant die DZ Bank mit einem deutlichen Gewinnrückgang. Mindestens 1,5 Milliarden Euro sollen es aber werden. "Der Auftakt ist vielversprechend verlaufen. Zugleich wird das laufende Jahr durch weitere strukturelle Arbeiten in Folge der Fusion geprägt sein, während die Synergien erst in den Folgejahren voll zum Tragen kommen", sagte Kirsch. In der Schiffsbranche sieht die DZ Bank noch kein Ende der Krise. "Wir sind unverändert in einer extrem schwierigen Marktsituation", sagte Kreditvorstand Frank Westhoff. Von 2018 an sollen bei der DZ Bank wieder bis zu zwei Milliarden Euro Gewinn vor Steuern zu Buche stehen.

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