Maple Bank: Michael Frege wird vorläufiger Insolvenzverwalter

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Der erfahrene Insolvenzrechtler Michael Frege ist der Bruder von "Toten Hosen"-Sänger Campino.

von Henryk Hielscher

Der erfahrene Insolvenzverwalter Michael Frege kümmert sich um die von der BaFin geschlossenen Maple Bank.

Michael Frege, der Insolvenzverwalter des Deutschland-Arms der 2008 zahlungsunfähigen US-Investmentbank Lehman Brothers, nimmt die insolvente deutsche Maple Bank unter seine Fittiche.

Der Frankfurter Partner der Wirtschaftskanzlei CMS Hasche Sigle wurde vom Amtsgericht Frankfurt zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Bank mit kanadischen Wurzeln bestellt, berichtet die WirtschaftsWoche. Ein Sprecher der Kanzlei bestätigte die Information.

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BaFin leitet Insolvenz ein Maple Bank vor endgültigem Aus

Wenige Tage nachdem die Finanzaufsicht BaFin die Maple Bank geschlossen hat, hat sie sie nun zum Entschädigungsfall erklärt. Die Kunden können damit ihr Geld zurückbekommen.

Das Firmenlogo der Maple Bank Quelle: dpa

Zuvor hatte die Finanzaufsicht Bafin den Entschädigungsfall festgestellt und gleichzeitig ein Insolvenzverfahren über das Frankfurter Institut beantragt. Das  war am vergangenen Wochenende für den Geschäftsverkehr geschlossen worden, weil wegen einer notwendigen Steuerrückstellung die Überschuldung drohte.

Nun muss der Jurist Frege das Insolvenzverfahren koordinieren. Er gilt als einer der renommiertesten Insolvenzrechtler in Deutschland und hat neben der deutschen Lehman-Brothers-Tochter auch den deutschen Versandhändler Neckermann sowie zahlreiche weitere Großinsolvenzen abgewickelt. Sein Bruder Andreas, besser bekannt als Campino, ist Sänger der Punk-Band "Die Toten Hosen".

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1 Kommentar zu Maple Bank: Michael Frege wird vorläufiger Insolvenzverwalter

  • Maple-Bank-Pleite: NRW Opfer eigener Dummheit

    Wie dämlich muss man sein, um bei bei Maple-Bank (GmbH, Bilanzsumme rd. 5 Mrd. Euro) 62,5 Mio. Euro Steuergelder anzulegen, obwohl eine Sicherungsgrenze von nur 59,834 Mio. Euro besteht und lt. Statut des Einlagensicherungsfonds kein Rechtsanspruch der Banken auf Hilfeleistung oder auf das Vermögen des Fonds besteht?

    Das NRW-Finanzministerium geht lt. FOCUS seltsamerweise davon aus, "dass dem Steuerzahler kein Schaden entsteht", die Einlagen seien zu 96 % über Einlagensicherungsfonds geschützt.
    Ist denn der Ausfall von 4 %, schlappen 2,5 Mio. Euro, kein Schaden? Wenn das Ministerium so rechnet, wundert nichts mehr.

    Die Aufteilung der Gelder auf mehrere Banken oder die Anlage bei Sparkassen und Volksbanken, die für 100 % der Einlagen haften, hätten den Verlust vermieden. Seit Herbst 2015 war auch bekannt, dass die Staatsanwaltschaft bei der Bank wegen krummer Cum-Ex-Geschäfte ermittelt. Die Sicherungsgrenze wurde ab Dezember 2015 von 30 auf 20 % reduziert. Auch deswegen hätte man handeln müssen! Damals hätte Finanzminister Walter-Borjans noch reagieren können. Hatte er aber scheinbar nicht, weil er mit dem Thema Bargeldlimit beschäftigt war. Finanzkompetenz sieht anders aus!

    Wo bleibt der Aufschrei der Opposition, Herr Laschet, Herr Lindner?

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