Credit Suisse verfünffacht Quartalsgewinn

Schweizer Großbank: Credit Suisse verfünffacht Quartalsgewinn

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Credit Suisse schrieb in Folge schwarze Zahlen.

Die Bank Credit Suisse hat einen Quartalsgewinn von 244 Millionen Franken. Das verwaltete Vermögen der Schweizer Großbank befindet sich auf einem Rekordstand.

Zur Halbzeit des auf drei Jahre veranschlagten Konzernumbaus findet Credit Suisse allmählich in die Spur. Im dritten Quartal verbuchte die Schweizer Großbank Angaben vom Donnerstag zufolge einen Gewinn von 244 Millionen Franken. Konzernchef Tidjane Thiam schaffte damit erstmals drei Quartale in Folge mit schwarzen Zahlen. Zum weiteren Geschäftsgang äußerte er sich allerdings vorsichtig. Die Aussichten für das weltweite Wirtschaftswachstum hätten sich zwar weiter verbessert. Doch sei die Kundenaktivität weiterhin verhalten angesichts der Unsicherheiten um die geopolitische Lage, der Geldpolitik der Zentralbanken und der Reformen in den USA.

Im dritten Quartal machte sich der laufende Sparkurs bezahlt. Credit Suisse sieht sich auf Kurs, die Kosten zum Jahresende unter das bisherige Ziel von 18,5 Milliarden Franken senken zu können. Trotz einer Verfünffachung des Gewinns schnitt die Bank von Juli bis September aber leicht unter den Analystenschätzungen ab. Von der mittelfristig angepeilten Profitabilität ist der Konzern zudem noch ein gutes Stück weit entfernt. Im Sommerquartal des Vorjahres hatte die Sanierung den Gewinn des Instituts auf 41 Millionen Franken gedrückt.

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Rund lief es vor allem im Vermögensverwaltungsgeschäft. Bei reichen Privatkunden sammelte das Institut im abgelaufenen Quartal insgesamt 10,4 Milliarden Franken ein und die verwalteten Vermögen erreichten mit 751 Milliarden Franken einen Rekordwert. Eine erfolgreiche Vermögensverwaltung ist für die Strategie Thiams entscheidend. Der Ivorer, der im Sommer 2015 als großer Hoffnungsträger gestartet war, hat den Bereich zum Kerngeschäft erkoren, weil es weniger schwankt und weniger kapitalzehrend ist als das Investmentbanking. Den Wertpapierhandel will der frühere McKinsey-Manager dagegen zurückstutzen.

Das reicht aber nicht allen Anlegern. So will der Hedgefonds RBR Capital das nach der UBS zweitgrößte Institut des Landes aufspalten. Die Credit Suisse soll sich auf den Heimatmarkt sowie auf reiche Privatkunden im Ausland konzentrieren und den riskanten und kapitalintensiven Wertpapierhandel abstoßen. Neue Nahrung erhielt RBR mit dem Zwischenbericht. Im Handel gingen die Erträge um sieben Prozent zurück. Immerhin schlug sich Credit Suisse damit etwas besser als viele Konkurrenten. Bei den großen US-Geldhäusern sackten die Handelserträge im Schnitt um 15 Prozent ab. Aber auch die europäischen Rivalen Deutsche Bank, UBS und Barclays mussten Federn lassen. Dank Spekulationen um eine Zinserhöhung in den USA und eine Rückführung des Anleihekaufprogramms der EZB hatte vor Jahresfrist vor allem der Bondhandel geboomt.

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