Unister: Datenschützer prüft möglichen Adressen-Missbrauch

Unister: Datenschützer prüft möglichen Adressen-Missbrauch

, aktualisiert 05. September 2016, 15:25 Uhr
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Datenschützer prüfen einen möglichen Adressen-Missbrauch bei Unister.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Unister-Gesellschaften dürfen keine Newsletter mehr versenden. Das hat der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther veranlasst. Der Grund: Ein Verdacht auf Daten-Missbrauch.

Leipzig/DresdenDer sächsische Datenschutzbeauftragte verlangt von Unister Auskunft über einen möglichen Missbrauch von E-Mail-Adressen. Die „Bild am Sonntag“ hatte berichtet, dass Unister Millionen E-Mail-Adressen unerlaubt für den Versand von Werbung benutzt haben könnte. Ein Datenschutzbeauftragter des Unternehmens habe schon 2015 auf das Problem aufmerksam gemacht und eine Löschung der Adressen verlangt. Ein Sprecher des vorläufigen Unister-Insolventverwalters Lucas Flöther sagte am Montag, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass bei Unister 13,2 Millionen E-Mail-Adressen unberechtigt verwendet wurden oder werden. Deshalb habe Flöther den Versand von Newslettern durch Unister-Gesellschaften einstellen lassen.

Der sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig habe sich an Unister und den vorläufigen Insolvenzverwalter gewandt, sagte ein Sprecher des Datenschutzbeauftragten am Montag. „Wir hoffen, das Gutachten des betrieblichen Datenschutzbeauftragen zu erhalten.“ Dieses müsse dann geprüft werden. Ein Anfangsverdacht auf den massenhaften Missbrauch von Daten scheine gegeben zu sein.

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Für Werbemails dürfen die Adressen nur verwendet werden, wenn die Kunden zugestimmt haben. Ob das bei den fraglichen Adressen der Fall war, und ob an diese tatsächlich Newsletter versandt wurden, sei nicht dokumentiert. Deswegen werde das jetzt überprüft, sagte der Sprecher von Flöther.

Der vorläufige Insolvenzverwalter habe zudem den betrieblichen Datenschutzbeauftragen von Unister beauftragt, mit dem sächsischen Datenschutzbeauftragten zusammenzuarbeiten. Zudem sei bei Unister eine Task Force gegründet worden, um die möglichen Datenschutzprobleme aufzuklären.

Quelle:  Handelsblatt Online
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