Gebühren-Streit: Fraport und Lufthansa nähern sich an

Gebühren-Streit: Fraport und Lufthansa nähern sich an

, aktualisiert 24. April 2017, 17:27 Uhr
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Hintergrund des Streits zwischen den beiden Unternehmen sind ein neues Rabatt-Modell von Fraport und vereinfachte Abläufe am Flughafen, von denen besonders der Fraport-Neukunde und Lufthansa-Konkurrent Ryanair profitiert.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens Fraport und Lufthansa wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Es soll um verbesserte Prozesse am Flughafen gehen. Gleichzeitig streiten sie sich aber über ein neues Gebührenmodell.

Wiesbaden/FrankfurtIm Gebühren-Streit am Frankfurter Flughafen versuchen die Lufthansa und der Betreiber Fraport aufeinander zuzugehen. „Wir haben uns in wichtigen Punkten angenähert. Aber es gibt noch keine Lösung oder konkrete Ergebnisse“, berichtete ein Lufthansa-Sprecher am Montag. Am Sonntag hatten sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Fraport-Chef Stefan Schulte in Wiesbaden mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) getroffen.

Laut Bouffier wollen beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Geplant seien gemeinsame Projekte und verbesserte Prozesse am Flughafen. Fraport und Lufthansa wollten in einer Arbeitsgruppe das weitere Vorgehen abstimmen – „und zwar in einem überschaubaren Zeitraum“, sagte Bouffier. Inwieweit es auch eine Annäherung bei dem umstrittenen Rabatt-Modell für neue Flugstrecken gab, blieb offen. Der Lufthansa zufolge gibt es bereits weitere Gesprächstermine.

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Hintergrund des Streits sind ein neues Rabatt-Modell von Fraport und vereinfachte Abläufe am Flughafen, von denen besonders der Fraport-Neukunde und Lufthansa-Konkurrent Ryanair profitiert. So gewährt der Flughafen Airlines seit diesem Jahr Nachlässe für die Passagierentgelte auf neu eröffneten Strecken. Alteingesessene Linien wie Lufthansa und Condor hatten gegen die neuen Konditionen heftig protestiert. Die Lufthansa erwägt nun, im kommenden Jahr auch ihre Billigmarke Eurowings in Frankfurt antreten zu lassen.

Schulte will den Billigflug-Anteil in Frankfurt kräftig ausbauen, um den Flughafen an dem wachsenden Markt teilhaben zu lassen. Zuletzt kam der Airport in dem Segment nur auf einen Anteil von etwa vier Prozent. Schulte kann sich einen Anstieg auf zehn Prozent vorstellen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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