Hudson's Bay: Kaufhof-Mutter will Europa nicht den Rücken kehren

Hudson's Bay: Kaufhof-Mutter will Europa nicht den Rücken kehren

, aktualisiert 02. August 2017, 13:23 Uhr
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Der US-amerikanische Mutterkonzern bleibt der Kaufhauskette bis auf Weiteres erhalten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Kaufhof-Mutter Hudson's Bay wird sich nicht vom Europa-Geschäft trennen. HBC-Chef Jerry Storch reagiert damit auf die Forderung eines Investors. Auch zur Spekulation rund um Karstadt bezieht er Stellung.

DüsseldorfDer nordamerikanische Kaufhof-Mutterkonzern Hudson's Bay leistet eine Treueschwur für seine deutsche Tochter. „Unser Bekenntnis zum deutschen Markt und zu unseren Investitionen in ganz Europa ist stärker denn je“, erklärte HBC-Chef Jerry Storch am Mittwoch und reagierte damit auf Forderungen des aktivistischen Investors Land and Buildings, sich von Immobilien und vom Europa-Geschäft um Kaufhof zu trennen.

„Wir halten die Versprechen, die wir bei unserem Markteintritt in Europa gemacht haben“, betonte Storch. Dazu gehörten auch Investitionen in die Warenhauskette. In den nächsten fünf bis sieben Jahren werde HBC eine Milliarde Euro in das deutsche Geschäft stecken. Land and Buildings hatte gefordert, HBC müsse sich von Immobilien und dem Europa-Geschäft trennen und die Einnahmen unter den Aktionären verteilen.

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Die Nordamerikaner hatten Kaufhof 2015 vom Handelsriesen Metro übernommen, damals hatte der österreichische Immobilien-Investor und Karstadt-Eigner Rene Benko das Nachsehen. Spekulationen um eine Allianz von Karstadt und Kaufhof gibt es indes immer wieder. Es gebe „keine Gespräche über einen Zusammenschluss mit anderen deutschen Unternehmen“, betonte HBC nun erneut.

Unter dem neuen Eigner läuft nicht alles rund bei Kaufhof, im wichtigen Weihnachtsgeschäft verzeichnete die Kette etwa einen Umsatzrückgang. Dazu kamen Verluste. Erst in der vergangenen Woche hatten Insider gesagt, der Kreditversicherer Euler Hermes habe Garantiezusagen für Lieferungen an die Warenhauskette gekürzt. „Mehrere Kreditversicherer bieten weiterhin eine erhebliche Unterstützung für Lieferanten von Galeria Kaufhof“, erklärte HBC dazu. Die Kette komme ihren Verpflichtungen nach und unterhalte „solide Beziehungen“ zu ihren Lieferanten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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