JBS: Fleischbaron wegen Verdachts auf Insiderhandel festgenommen

JBS: Fleischbaron wegen Verdachts auf Insiderhandel festgenommen

, aktualisiert 13. September 2017, 19:27 Uhr
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Batista hält mit seinem Bruder etwa 42 Prozent des weltgrößten Fleischkonzerns JBS.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Chef des weltgrößten Fleischproduzenten JBS ist in Brasilien festgenommen wurden. Die Behörden werfen Wesley Batista Insiderhandel vor. Er hatte bereits die Bestechung von Politikern zugegeben.

Sao PauloIn Brasilien ist der Chef des weltgrößten Fleischproduzenten JBS, Wesley Batista, wegen Verdachts auf Insiderhandel festgenommen worden. Dies teilte die Bundespolizei am Mittwoch mit. Die Festnahme erfolgte mehrere Monate nach dem Vergleich Batistas mit der Justiz in einem Korruptionsskandal.

Wesley Batista wird wie seinem bereits früher inhaftierten Bruder Joesley vorgeworfen, vor dem Deal mit der Staatsanwaltschaft im Mai von Insiderinformationen Gebrauch gemacht zu haben. Ziel sei es gewesen, aus dem Geständnis resultierende Verluste zu vermeiden. Die Beschuldigten hätten versucht, mit Hilfe von Währungs- und Terminkontrakten ihre Beteiligung an JBS zu schützen, erklärte die Polizei. Beide Milliardäre halten zusammen etwa 42 Prozent an dem Fleischkonzern.

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Die Batistas hatten zugegeben, massenweise Politiker – darunter auch Brasiliens Präsidenten Michel Temer – bestochen zu haben. Im Gegenzug wurde das Strafverfahren gegen sie eingestellt. Der Konzern JBS akzeptierte eine Milliardenstrafe. Das Eingeständnis der Batistas hatte den brasilianischen Aktienmarkt auf Talfahrt geschickt. Die Landeswährung Real brach um 8,2 Prozent ein.

Joesley Batista befindet sich schon seit Sonntag in Haft, nachdem der Oberste Gerichtshof seine Festnahme billigte und er sich freiwillig stellte. Der Anwalt der Brüder, Pierpaolo Bottini, nannte die Festnahme von Wesley Batista „ungerechtfertigt, absurd und bedauernswert“. Der brasilianische Staat nutze alle Mittel, um Rache an denen zu üben, die mit der Justiz kooperieren. Experten zufolge könnte es sein, dass der mutmaßliche Insiderhandel den mit den Behörden vereinbarten Deal im Korruptionsskandal nichtig macht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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