Karstadt-Eigner im Visier der Justiz: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen René Benko

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Karstadt-Besitzer und potenzieller Kaufhof-Interessent René Benko.

von Henryk Hielscher

Die Wiener Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Korruptionsvorwürfen gegen den Karstadt-Besitzer und potenziellen Kaufhof-Interessenten René Benko.

Der österreichische Immobilienunternehmer und Karstadt-Eigner René Benko hat erneut Ärger mit der Justiz. Die Wiener Staatanwaltschaft geht Korruptionsvorwürfen in Zusammenhang mit dem Bau seines Luxus-Chalets in Lech am Arlberg nach.

„Wir ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts der Vorteilszuwendung und der Vorteilsnahme“, bestätigte ein Sprecher der Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft der WirtschaftsWoche.

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2011 hatte Benko einen maroden Berggasthof erworben und auf dem Areal sein „Chalet N“ errichten lassen. Zunächst musste er sich allerdings mit der Gemeinde Lech einigen, die ein Vorkaufsrecht für das Gelände beanspruchte. Laut einem vertraulichen Sitzungsprotokoll des Gemeinderats soll Benko 250.000 Euro für den Verzicht auf ein „Ausjudizieren des Vorkaufsrechts“ angeboten haben sowie weitere 250.000 Euro „im Rahmen einer zeitlich vernünftigen Abwicklung der Genehmigungsverfahren für sein Projekt“, wie es in dem Dokument heißt, das der WirtschaftsWoche vorliegt. Ein Sprecher vor Benkos Unternehmen Signa wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern.

So verdient Benko sein Geld

  • Die Signa Holding

    Die 1999 von Renè Benko gegründete Signa Holding GmbH ist Österreichs größtes privates Immobilienunternehmen. Insgesamt verfügt die Sigma-Gruppe nach eigenen Angaben über ein Immobilienvermögen von mehr als sechs Milliarden Euro. Die Unternehmensgruppe umfasst im Wesentlichen vier zentrale Geschäftsbereiche. Der Konzern hat heute mehr als 150 Mitarbeiter.

  • Top-Immobilien: Signa Prime

    Das Vorzeige-Unternehmen der Signa Holding investiert langfristig in Immobilien in den 1A- Innenstadtlagen. Nach eigenen Angaben zählt es zu führenden Eigentümern, Entwicklern und Betreibern innerstädtischer Einzelhandelsimmobilien im deutschsprachigen Europa. Der Immobilienkonzern besitzt unter anderem das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck, die Renngasse 2 sowie das Goldene Quartier in Wien. Zu den bekanntesten Objekten in Deutschland zählen das KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus Hamburg und das Kaufhaus Oberpollinger im Zentrum Münchens.
    Nach der Übernahme der Karstadt-Premium- und Sporthäuser baute das Unternehmen einen eigenen Geschäftsbereich Signa Retail zu deren Steuerung auf. Diese Signa Retail GmbH übernimmt nun die Karstadt Warenhaus GmbH vollständig.
    Immobilienvermögen insgesamt: rund vier Milliarden Euro.

  • Projekt-Entwicklung: Signa Development

    Mit ihrem Development-Ableger entwickelt und baut die Signa Holding Geschäfts-, Büro- und Hotelflächen in europäischen Innenstädten, die sie anschließend vermietet. Derzeit wird an 13 Projekten in Österreich, Italien und Deutschland gearbeitet. Dazu zählt unter anderem das Kaufhaus Viktoria in Bonn
    Investitionsvolumen insgesamt: rund 2, 2 Milliarden Euro

  • Anlageberatung: Signa Real Estate Capital Partners

    Die Tochtergesellschaft Signa Real Estate Capital Partners der Unternehmensgruppe berät Anleger im Bereich Private Equity Real Estate. Im Fokus stehen innerstädtische Einzelhandelsobjekte sowie Büroobjekte.

  • Finanzdienstleistungen: Signa Property Funds

    Die Tochter Signa Property Funds unterstützt Anleger bei Investitionen. Als bankenunabhängiger Finanzdienstleister entwickelt und vertreibt sie Immobilienanlagekonzepte für Privatanleger und institutionelle Investoren.

Benkos Signa gilt derzeit neben dem kanadischen Unternehmen Hudson’s Bay Company (HBC) als Interessent für den Karstadt-Wettbewerber Galeria Kaufhof

Unabhängig von den Korruptionsvorwürfen äußerte sich Olaf Koch, Chef des Kaufhof-Mutterkonzerns Metro, in der WirtschaftsWoche zu den Voraussetzungen für einen möglichen Verkauf der Warenhäuser: Ein potentieller Käufer muss demnach „neben einem angemessenen Preis und einer soliden Finanzierung auch ein schlüssiges Zukunftskonzept vorlegen“. Metro „hat sich dazu verpflichtet, bei einem möglichen Verkauf auch soziale und ethische Aspekte für alle Kolleginnen und Kollegen

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