Nestlé: Der Lebensmittelriese wächst zu langsam

Nestlé: Der Lebensmittelriese wächst zu langsam

, aktualisiert 18. August 2016, 09:48 Uhr
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Wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung und der geringen Inflation in vielen Teilen der Welt hat Nestlé die Preise kaum hochschrauben können.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Lebensmittelriese Nestlé wächst so langsam wie seit sieben Jahren nicht mehr. Das Problem: Den Schweizern fällt es schwer, sich zu höheren Preisen durchzuringen. Alle Hoffnungen ruhen jetzt auf dem neuen Firmenchef.

VeveyDie schwache Konjunktur und eine sinkende Nachfrage in wichtigen chinesischen Markt haben Nestlé im ersten Halbjahr gebremst. Das um Sondereffekte bereinigte organische Umsatzwachstum schrumpfte auf 3,5 Prozent und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 4,5 Prozent, wie der für Marken wie KitKat, Maggi und Nescafé bekannte Nahrungsmittelkonzern am Donnerstag mitteilte.

Analysten hatten mit einem höheren Plus von 3,8 Prozent gerechnet. Wegen der mauen Wirtschaftsentwicklung und der geringen Inflation in vielen Teilen der Welt hat Nestlé die Preise kaum hochschrauben können. Zudem kämpft der Konzern mit den Nachwehen eines vorübergehenden Verkaufsstopps von Fertignudeln in Indien und einer Absatzflaute bei der Marke Yinlu für Erdnussmilch und Reisporridge in China.

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Größere Hoffnungen setzt das Unternehmen, das ab 2017 vom langjährigen Fresenius-Chef Ulf Schneider geführt wird, nun auf die zweite Jahreshälfte. Nestlé erwarte, die Preise in den kommenden Monaten wieder ein wenig stärker anheben zu können. Zudem dürfte das Geschäft in den USA, Europa, Südostasien und Lateinamerika weiterhin gut laufen. Für das Gesamtjahr strebt der Weltmarktführer aus Vevey am Genfersee daher unverändert ein organisches Wachstum auf dem Vorjahresniveau von 4,2 Prozent an.

Wie viele Konkurrenten will Nestlé angesichts des schwierigen Umfelds die Kosten senken. Es seien mehrere Initiativen geplant, um die Effizienz zu verbessern, erklärte Nestlé. Der Konzern hat bereits angekündigt, in den kommenden drei Jahren rund 2,5 Milliarden Franken einsparen zu wollen – etwa über eine zentralisierte Beschaffung und eine effizientere Produktion. Im ersten Halbjahr schrumpft der Gewinn wegen eines Steuereffekts um 400 Millionen auf 4,1 Milliarden Franken (3,8 Milliarden Euro).

Der neue Firmenchef Schneider hat bei seinem Amtsantritt wohl alle Hände voll zu tun. Investoren hoffen, dass er unter anderem im vielversprechenden Geschäft mit Gesundheitsprodukten für mehr Wachstum sorgen wird. Dieses Standbein hatte der Konzern während der vergangenen Jahre aufgebaut und sich auf Hautpflegeprodukten und Lebensmittel für kranke oder ältere Menschen konzentriert. Nestlé hat sich mittelfristig ein organisches Wachstum von fünf bis sechs Prozent pro Jahr zum Ziel gesetzt – das jedoch in den vergangenen drei Jahren verfehlt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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