Neuausrichtung: In Porsche Design soll wieder mehr Auto stecken

Neuausrichtung: In Porsche Design soll wieder mehr Auto stecken

, aktualisiert 05. April 2017, 12:28 Uhr
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Die Modelle aus Titan wurden gemeinsam mit Rennsportingenieuren von Porsche Motorsport in Weissach entwickelt.

von Georg WeishauptQuelle:Handelsblatt Online

Von Brillen über Mode zur Einbauküche: Porsche Design hat in den vergangenen Jahren viel ausprobiert. Jetzt wird die Firma wieder enger an den Sportwagenhersteller gebunden – und soll sich auf die Männerwelt fokussieren.

DüsseldorfDie Porsche Design Group führte viele Jahre ein munteres Eigenleben. Doch diese Zeiten sind nun vorbei. Die Sportwagenhersteller Porsche übernimmt nun auch die restlichen 35 Prozent an der Designtochter von einer Beteiligungsgesellschaft der Familie Porsche, wie das Stuttgarter Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

„Der Zukauf drückt die strategische Relevanz der Porsche Design Group für unser Unternehmen aus“. begründet Lutz Meschke, Finanzvorstand von Porsche, den Schritt. „Wir werden die Lifestyle-Aktivitäten enger mit dem Automobilgeschäft verzahnen.“

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Was er damit meint, war kürzlich auf der Uhrenmesse Baselworld zu sehen. Dort zeigte Porsche Design Uhren aus Titan, die gemeinsam mit Rennsportingenieuren von Porsche Motorsport in Weissach entwickelt wurden. An der grundsätzlichen Strategie der Designtochter werde sich nichts ändern, versicherte Meschke. Das heißt: Porsche Design wird sich weiterhin auf Lifestyle-Produkte für Männer konzentrieren.

Dass dies gelingt, dafür soll Jan Becker sorgen. Der 46-Jährige leitete zuerst das operative Geschäft bei Porsche Design, rückte dann aber im Juli vergangenen Jahres auf den Chefposten. Denn sein Vorgänger Christian Kurtzke, der von der Porzellanmanufaktur Meissen gekommen war, trat nach gut einem Jahr wieder ab.

Zuvor hatte das Unternehmen, das 1972 von Ferdinand Alexander Porsche, dem legendären Designer der Sportwagenikone 911, privat gegründet wurde, viel ausprobiert. Es begann mit der berühmten tropfenförmigen Porsche-Brille und entwickelte sich später zeitweise zu einem Sammelsurium an Produkten von der Bohrmaschine bis zur Einbauküche. Kurtzkes Vorgänger Jürgen Geßler räumte dann kräftig im Sortiment auf, setzte sich aber hohe Umsatzziele und wollte stärker in der Modebranche mitmischen.

Er machte schließlich Kurtzke Platz, dessen Posten inzwischen Jan Becker übernommen hat. Der darf sich über einen neuen Titel freuen: Statt Sprecher der Geschäftsführung ist er nun zum Vorsitzenden der Geschäftsführung aufgestiegen. Er muss nun die Ausrichtung des Unternehmens auf Lifestyle-Produkte für Männer und die engere Zusammenarbeit mit den Ingenieuren des Sportwagenbauers vorantreiben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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