Real: Mitarbeiter bekommen weniger Geld

Real: Mitarbeiter bekommen weniger Geld

, aktualisiert 02. Juni 2016, 15:43 Uhr
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Die Beschäftigten müssen sich auf Verdiensteinbußen einstellen.

Quelle:Handelsblatt Online

Beschäftigte der Supermarktkette Real müssen sich künftig auf Abstriche beim Verdienst einstellen. Die Konzernmutter Metro hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf Kürzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld verständigt.

DüsseldorfDie 36.000 Beschäftigten der Supermarktkette Real müssen sich auf Abstriche beim Verdienst einstellen. Kürzungen bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld seien Bestandteil von Eckpunkten, auf die sich die Konzernmutter Metro und die Gewerkschaft Verdi verständigt hätten, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Metro habe den Arbeitnehmern im Gegenzug Bestandsgarantien für einen Großteil der Märkte zugesagt. Auch habe sich der Konzern zu Investitionen in die kriselnde Kette verpflichtet. Die Beschäftigten müssen nun erst einmal nicht mehr eine Zerschlagung der Kette fürchten. Metro-Aktien notierten im einem schwachen Gesamtmarkt leicht im Plus.

Die Eckpunkte der Übereinkunft sollten noch am Donnerstag vorgelegt werden, hieß es weiter. Ab Oktober wollten beide Seiten dann über einen neuen Tarifvertrag verhandeln, der Vorbildcharakter für die Branche haben solle. Metro hatte in der Vergangenheit rund 200 Millionen Euro im Jahr in Real investiert. Diese Summe solle nun weiter jährlich für die Kette ausgegeben werden.

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Metro-Chef Olaf Koch hatte immer wieder auf niedrigere Löhne bei Real gepocht. Die Supermarktkette hatte sich dazu bereits aus der Tarifbindung verabschiedet. Erst bei Kostensenkungen werde Metro in den geplanten Umbau des Sorgenkinds investieren. Bei einem Scheitern der Verhandlungen müsse Metro dagegen "die Situation neu bewerten", warnte Koch die Arbeitnehmer. Noch lägen die Lohnkosten für die Real-Mitarbeiter um bis zu 30 Prozent über denen der Konkurrenz. Gelinge die Einigung mit der Belegschaft nicht, könnte Koch versuchen, Real an einen Finanzinvestor zu veräußern, hatten Insider gewarnt. Dieser könnte die Kette zerschlagen und die 293 Märkte in Deutschland einzeln verwerten. Dieses Szenario ist mit der Einigung erst einmal vom Tisch.

Verdi hatte von Metro verbindliche Zusagen für Investitionen in die Märkte gefordert. Zugleich hatte sich die Gewerkschaft zu Verhandlungen über einen "zeitlich befristeten Arbeitnehmerbeitrag zur Sicherung der Zukunft von Real" bereiterklärt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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