Rocket Internet : Eine Milliarde Dollar für den Wachstumsfonds

Rocket Internet : Eine Milliarde Dollar für den Wachstumsfonds

, aktualisiert 19. Januar 2017, 13:14 Uhr
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Gründer Oliver Samwer hat mit dem Start-up-Investor den größten Internet-Fonds Europas aufgebaut.

Quelle:Handelsblatt Online

Erfolg für Rocket Internet: Der Internet-Fonds der Start-up-Schmiede hat eine Milliarde Dollar eingesammelt, das für Investitionen zur Verfügung steht. Damit wird Rocket unabhängiger von klassischen Finanzinvestoren.

FrankfurtDem Start-up-Investor Rocket Internet steht nun eine Milliarde Dollar zusätzlich für Investitionen in das Wachstum seiner jungen Unternehmen zur Verfügung. So viel Geld hat der Internet-Fonds Rocket Internet Capital Partners (RICP) eingesammelt, den das Berliner Unternehmen seit 2015 als zweites Standbein aufgebaut hat. Der RICP habe sein maximales Volumen erreicht und sei damit Europas größter Internet-Fonds, erklärte Rocket Internet am Donnerstag.

Beide sollen in der Regel zusammen investieren: Für jeden Dollar, den Rocket mit dem Geld seiner Aktionäre in ein Unternehmen steckt, steuert der Fonds vier Dollar bei, wie eine Sprecherin erläuterte. Nur wenn Rocket selbst ein Unternehmen gründet, zieht der Fonds nicht mit.

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Rund 140 Millionen Dollar hat Rocket Internet selbst in den RICP investiert, der auf zehn Jahre angelegt ist. Der Rest kommt von externen Investoren wie Pensionskassen, Vermögensverwaltern und Stiftungen. Um sie hatte Rocket nicht nur mit „attraktiven Renditen” geworben, sondern auch mit dem Know-how der Rocket-Manager um Oliver Samwer. Mit dem Fonds ist das Unternehmen weniger von der Bereitschaft typischer Start-up-Investoren wie der schwedischen Kinnevik oder Holtzbrinck Ventures abhängig, die zusammen mit Rocket junge Unternehmen finanzieren.

Die ersten Investitionen hat der RICP bereits 2016 getätigt, nachdem er bis vor einem Jahr die ersten 420 Millionen Dollar (394 Millionen Euro) eingesammelt hatte. Rocket Internet kämpft derzeit mit den stark schwankenden Bewertungen seiner Gründungen und Beteiligungen wie den Essenslieferanten Hello Fresh und Delivery Hero oder den Möbelhändlern Home24 und Westwing. Die Finanzspritzen von Rocket zahlen sich nur aus, wenn die Firmen gewinnbringend verkauft oder an die Börse gebracht werden können

Quelle:  Handelsblatt Online
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