Sparprogramm: Lufthansa will raus aus der Komfortzone

10. Februar 2012, aktualisiert 10. Februar 2012, 13:38 Uhr
Christoph Franz will die Airline umbauen. Quelle: dapdBild vergrößern
Christoph Franz will die Airline umbauen. Quelle: dapd
Quelle: Handelsblatt Online

Die Lufthansa will sich mehr mit ihren Kunden beschäftigen. Dazu kümmert sie sich zunächst um sich selbst und alle ihre Arbeitsprozesse. Auch in der Firmenführung werde es Einsparungen geben.

FrankfurtDie Lufthansa nimmt bei ihrem neuen Sparprogramm „Score“ vor allem die internen Abläufe ins Visier. „Wir müssen sämtliche Prozesse und Strukturen kritisch hinterfragen und auch unpopuläre Maßnahmen treffen“, schreibt Lufthansa-Chef Christoph Franz in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die Mitarbeiter. Die Veränderungen und Sparmaßnahmen werden auch beim Management nicht haltmachen, kündigte der Vorstandsvorsitzende an. Er wiederholte das Ziel, das operative Ergebnis nachhaltig um 1,5 Milliarden Euro im Jahr zu verbessern. Nur so könnten die geplanten Investitionen in neue Flugzeuge und Produkte gestemmt werden. Das Programm schließt alle Konzernbereiche und Gesellschaften ein und sieht neben dem Sparen auch Umsatzsteigerungen vor.

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Franz sieht das größte Luftfahrtunternehmen Europas unter einem zunehmenden Margendruck auf der bislang noch profitablen Langstrecke. Der harte Wettbewerb in Europa mit den sogenannten Billigfliegern werde sich eher noch steigern, zumal zusätzliche Kosten über den Emissionshandel und Luftverkehrssteuer zu schultern seien.

Auf einer Führungskräfteveranstaltung waren erste Grundzüge des Sparprogramms deutlich geworden. „Wir müssen raus aus der Komfortzone“, hatte Franz dort gefordert. Im Mittelpunkt stehe die Verschlankung der administrativen Bereiche. „Denn wir müssen uns zukünftig noch mehr mit dem Kunden und weniger mit uns selbst beschäftigen“, forderte Franz. Die neu installierten Spar-Manager Josef Bogdanski und Jörg Beißel kündigten an, dass zunächst die Nachbarschaftsverkehre zwischen den verschiedenen Konzerngesellschaften optimiert würden. Sparpotenzial gebe es zudem im gemeinsamen Einkauf und bei den Verwaltungskosten.

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