Hotelmarkt: Wie Best-Western-Hotels der Krise trotzen

KommentarHotelmarkt: Wie Best-Western-Hotels der Krise trotzen

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Zimmermädchen in einem Hotelzimmer

von Hans-Jürgen Klesse

Die Hotelkette Best Western ist in Deutschland mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen: Der Umsatz konnte gehalten werden, die Kennzahlen der Mitgliedsbetriebe sind besser als der Branchendurchschnitt. Kein Zufall, sondern das Ergebnis eines erfolgreichen Geschäftsmodells.

Die Krise macht bescheiden. Konnte sich Marcus Smola, Geschäftsführer der Hotelkette Best Western Deutschland, vor ziemlich genau einem Jahr noch über ein Plus von sieben Prozent und einen Gesamtumsatz von über 500 Millionen Euro freuen, ist er diesmal auch mit einem Mini-Wachstum von 0,3 Prozent ganz zufrieden. Zu Recht: Denn Smolas Hotels liefen besser als der Gesamtmarkt: Im Schnitt haben die deutschen Herbergen im Krisenjahr 2009 sechs Prozent ihres Geschäft eingebüßt.

Auch bei den übrigen Kennzahlen liegt die nach Zahl der Häuser – zum Jahreswechsel 2009/2010 waren es genau 179 – zweitgrößte deutsche Hotelkette nach Accor deutlich über dem Markt: Die Bettenbelegung bei Best Western fiel um drei Prozent, branchenweit waren es über vier. Der Nettopreis ging um vier Prozent zurück, im Gesamtmarkt um fast sechs Prozent. Und auch beim durchschnittlichen Zimmerumsatz, der für die Branche wichtigsten Kennzahl, war Best Western im Jahr Eins nach der Lehmann-Pleite mit einem Minus von 7,4 Prozent mehr als zwei Punkte besser als der Durchschnitt.

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Franchise-System wehrt Krisen ab

Was haben Smola und seine Mannschaft besser gemacht als alle anderen? Best Western ist mit seiner Struktur einfach besser aufgestellt für die Krise. Das hat mehrere Gründe: Anders als Marktführer Accor, der mit seiner Mehrmarkenstrategie auch etliche Luxus-Häuser betreibt, bewegt sich Best Western nur im Drei- und Vier-Sterne-Markt – was im Anbetracht des allgemeinen Trends zur neuen Bescheidenheit und zum Downgrading von Vorteil war.

Hinzu kommt: Best Western erwirtschaftet 40 Prozent seines Geschäfts im Urlaubsmarkt und  der war 2009 krisenresistent und lief deutlich besser als das Geschäftsreisesegment. Last-but-least hat die Nummer Zwei in Deutschland überdurchschnittlich viele Häuser an zweitrangigen Standorten – und war damit von den Reise-Einschränkungen großer Konzerne sowie dem Rückgang im Tagungs- und Messegeschäft weniger betroffen. Braunschweig oder Kassel sind langweiliger und provinzieller als Frankfurt oder Köln - aber sie sind offenbar auch weniger krisenanfällig.

Der neue Geschäftsbericht enthält aber vor allem eine Botschaft an die Branche, die in Deutschland anders als in anderen Märkten noch immer von zahlreichen Einzelkämpfern der Kategorie „Hotel zur Post“ gekennzeichnet ist. Die finden beim Franchise-System von Best Western genau das, was sie in der Krise widerstandsfähiger macht als andere: ein starkes Markendach mit einer leistungsfähigen Marketing- und Vertriebsorganisation.  

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