Airbus: Flugzeugbauer plant neues Sparprogramm

Airbus: Flugzeugbauer plant neues Sparprogramm

, aktualisiert 19. September 2016, 12:30 Uhr
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Der Luftfahrtkonzern widerspricht berichten über ein Kostensenkungsprogramm.

Quelle:Handelsblatt Online

Wegen teurer Verzögerungen bei mehreren Flugzeugen plant Airbus einem Zeitungsbericht zufolge ein neues Sparprogramm. Erwogen wird offenbar auch der Abbau von Stellen. Chef Tom Enders nimmt Doppelstrukturen ins Visier.

ToulouseDer europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus feilt an neuen Sparplänen. Damit solle Doppelarbeit reduziert werden, sagte Vorstandschef Tom Enders am Montag nach Angaben eines Sprechers in Toulouse. Enders nannte dabei keinen Zeitplan für den geplanten Umbau, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg meldete.

Airbus verwies darauf, dass das Management bereits Ende Juli auf weitere Einsparungen eingestimmt hatte. Diese sollen Geld für die Digitalisierungsstrategie des Unternehmens freisetzen.

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Die „Financial Times“ berichtete nun unter Berufung auf Manager, dass dabei auch Jobs wegfallen könnten. Die Pläne seien aber noch nicht endgültig, Gespräche mit Gewerkschaften sollten in Kürze beginnen. Ein Konzernsprecher sagte: „Da zu den angekündigten Kostensenkungen noch keine Entscheidung getroffen wurde, können wir Gerüchte und Medienspekulationen nicht kommentieren.“ Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen die Pläne auf einer Verwaltungsratssitzung am 29. September vorgestellt werden. Airbus äußerte sich dazu nicht.

Enders hatte bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen vor fast zwei Monaten gesagt, das Unternehmen müsse „schneller, effizienter, schlanker“ werden. In einer Telefonkonferenz mit Analysten kündigte er an, das Management wolle sich deshalb auch die Struktur, weitere Kostensenkungen und Überschneidungen zwischen der Konzernebene und den einzelnen Sparten anschauen. Der Vorstandschef begründete dies mit dem digitalen Umbau, der die künftige Wettbewerbsfähigkeit von Airbus sichern soll. Die Aussagen hatten damals noch kein größeres Echo gefunden.

Der Luftfahrtkonzern steht nach dem Triebwerks-Desaster beim Militärtransporter A400M und Produktionsproblemen beim neuen Langstreckenjet A350 unter Druck. Das hatte zur Jahresmitte zu einer Sonderbelastung von 1,4 Milliarden Euro geführt. Hinzu kommt die schleppende Nachfrage beim Großraum-Jet A380.

Dank Sondergewinnen sprang das Plus unter dem Strich in der ersten Jahreshälfte dennoch in die Höhe. Außerdem kann das Unternehmen auf das dicke Auftragspolster seiner Verkehrsflugzeug-Sparte verweisen. Airbus hatte Ende 2013 einen umfassenden Konzernumbau mit Streichung mehrerer tausend Stellen eingeleitet. Dabei wurde unter anderem das Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft in der Sparte Airbus Defence and Space zusammengelegt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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