Boeing schreibt Milliarden ab: Flugzeugbauer räumt in der Bilanz auf

Boeing schreibt Milliarden ab: Flugzeugbauer räumt in der Bilanz auf

, aktualisiert 22. Juli 2016, 08:05 Uhr
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Der Flugzeugbauer muss 847 Millionen Dollar auf den Langstreckenjet abschreiben.

Quelle:Handelsblatt Online

Der US-Flugzeugbauer Boeing muss wegen Schwierigkeiten bei drei Modellen eine Milliardenabschreibung verkraften. Besonders beim Langstreckenflieger Dreamliner sind die Probleme für den Airbus-Rivalen kostspielig.

ChicagoDer Airbus-Erzrivale Boeing räumt angesichts der Schwierigkeiten mit einem Tankflugzeug und der schwächelnden Nachfrage nach Jumbos in der Bilanz auf. Insgesamt schmälere das den Gewinn nach Steuern um 2,1 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. An seiner Umsatzprognose hält der Konzern fest. Die Boeing-Zahlen werden kommenden Mittwoch erwartet. Die Aktien gaben im nachbörslichen Handel um ein Prozent nach.

Der größte Batzen von 847 Millionen Dollar (768 Millionen Euro) fällt beim Langstreckenflugzeug Dreamliner an, wie der Konzern am Donnerstag bekanntgab. Hier gibt Boeing die Hoffnung auf Käufer für zwei bisher für Tests genutzte Maschinen auf.

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Das Großraumflugzeug 747-8 („Jumbo“) kostet weitere 814 Millionen Dollar. Boeing hatte ursprünglich geplant, statt derzeit ein Flugzeug in zwei Monaten zu bauen bis 2019 dieselbe Produktionsgeschwindigkeit in einem Monat zu erreichen. Dieser Plan wurde nun zu Grabe getragen.

Ein für die US-Luftwaffe bestimmtes Tankflugzeug ist für den restlichen Betrag von 393 Millionen Dollar verantwortlich. Die Entwicklung des KC-46 genannten Modells war von Verzögerungen und Herausforderungen überschattet worden.

Der Konzern aus Seattle schraubte die Produktionsziele herunter. Nun sollen nur noch sechs Maschinen jährlich hergestellt werden. Boeing zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Markt bis 2019 wieder anzieht. „Das sind schlechte Nachrichten“ sagte Luftfahrtanalyst Richard Aboulafia vom Marktforschungsunternehmen Teal Group, zumal Kosten für die Produktionsverzögerungen beim 787-Dreamliner noch nicht enthalten seien.

Quelle:  Handelsblatt Online
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