Eon: Energiekonzern warnt Aktionäre vor niedriger Dividende

Eon: Energiekonzern warnt Aktionäre vor niedriger Dividende

, aktualisiert 19. Februar 2016, 20:36 Uhr
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Aktionäre des Energiekonzerns müssen sich auf magere Jahre einstellen.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz geplanter Aufspaltung: Eon warnt seine Aktionäre, dass magere Dividendenjahre auf sie zukommen. Anders als RWE plant der Konzern für 2015 aber eine Gewinnausschüttung von 50 Cent je Aktie.

FrankfurtEon bereitet seine Aktionäre auf niedrigere Dividenden in den kommenden Jahren vor. „Wir sehen nennenswerte wirtschaftliche Eintrübungen, die nicht ohne Folgen bleiben werden“, sagte Finanzchef Michael Sen. Die Strompreise im Großhandel seien so niedrig wie nie zuvor, zudem sei die Debatte um die Finanzierung des Kernenergie-Ausstiegs noch nicht ausgestanden.

„Daraus müssen wir unsere Schlüsse ziehen und sorgfältig prüfen, was die Folgen für die Innenfinanzierungskraft, den Investitionshaushalt und die Ausschüttungspolitik sind“, sagte Sen. Der Konzern bestätigte am Freitag in einer E-Mail Aussagen von Sen, die er zuvor gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg gemacht hatte.

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Für voriges Jahr könnten sich die Aktionäre des Versorgers trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen auf die versprochene Ausschüttung verlassen. „Wir werden für 2015 eine Dividende von 50 Cent zahlen“, bekräftigte Sen. Dagegen will Konkurrent RWE den Haltern von Stammaktien für 2015 keine Dividende zahlen. Die überraschende Ankündigung hatte den RWE-Aktien am Mittwoch den größten Tagesverlust seit mehr als 18 Jahren eingebrockt.

Eon will sich zum Jahreswechsel aufspalten. Die Kohle- und Gaskraftwerke des Konzerns sowie der Energiehandel sollen in die neue Gesellschaft Uniper mit knapp 14.000 Mitarbeitern übergehen. Bei Eon bleiben das Ökostromgeschäft, die Strom- und Gasnetze, Energiedienstleitungen und - entgegen ursprünglichen Plänen - auch die Atomkraftwerke mit insgesamt 43.000 Beschäftigten. Die Meiler sollen in der neuen Tochter Preussen-Elektra gebündelt werden. „Die Entwicklung der Großhandelspreise trifft in den kommenden Jahren vor allem Uniper, aber auch die neue Eon kommt nicht ungeschoren davon“, sagte Sen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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