Gazprom: Polen legt Beschwerde gegen Pipeline-Zugriff ein

Gazprom: Polen legt Beschwerde gegen Pipeline-Zugriff ein

, aktualisiert 19. Dezember 2016, 08:37 Uhr
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Polen zieht gegen die Entscheidung der EU, Gazprom einen stärkeren Zugriff auf die Oral-Pipeline zu genehmigen, vor den Europäischen Gerichtshof. Die polnische Regierung sieht in der Entscheidung einer Gefährdung für die Gasversorgung der EU fürchtet eine noch stärkere Abhängigkeit von Russland.

Quelle:Handelsblatt Online

Vor kurzem hatte die EU dem Energiekonzern Gazprom genehmigt, größere Mengen Gas durch die Oral-Pipeline zu schicken. Jetzt zieht Polen deswegen vor den EuGH – das EU-Mitglied sieht die Gasversorgung in Europa gefährdet.

WarschauPolen hat beim Europäischen Gerichtshof Beschwerde wegen der Pipeline Opal eingelegt. Die Entscheidung der EU, dem russischen Energiekonzern Gazprom höhere Durchleitungsmengen zu gestatten, gefährde die Gasversorgung der EU - insbesondere in Zentraleuropa, zitierte die polnische Nachrichtenagentur PAP eine Sprecherin des polnischen Außenministeriums am Sonntagabend. Sie fügte hinzu, dass Polen damit von nur einem Gaslieferanten abhängig ist - Russland.

Die EU hatte Gazprom im Oktober unter Auflagen einen stärkeren Zugriff auf die Pipeline Opal erlaubt. Die Pipeline zweigt an der Ostsee von der Nord-Stream-Leitung ab und bringt Gas nach Tschechien. Für Gazprom ist der Zugang zur Opal-Leitung wichtig für das Projekt Nord Stream 2. Über die weitere Leitung der Ostsee-Pipeline könnte Russland noch mehr Gas nach Deutschland transportieren, ohne auf Röhren in der Ukraine und Polen zurückgreifen zu müssen.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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