German Pellets produziert wieder: Investoren gesucht

German Pellets produziert wieder: Investoren gesucht

, aktualisiert 03. März 2016, 16:46 Uhr
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Der Holzverarbeiter hat am 10. Februar Insolvenz angemeldet.

Quelle:Handelsblatt Online

Seit einigen Wochen steht die Produktion bei German Pellets still – nun soll der insolvente Holzverarbeiter die Produktion wieder aufgenommen haben. Offenbar sucht Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde nach einem Käufer.

WismarBeim insolventen Holzverarbeiter German Pellets in Wismar soll nach längerem Stillstand am Freitag die Produktion von Brennstoffen wieder anlaufen. Zunächst seien die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen worden, eine der Linien für Holzpellets wieder anzufahren, sagte der Sprecher der vorläufigen Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde, Wolfgang Weber-Thedy, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. Zuvor waren die etwa 50 Produktionsarbeiter in Wismar wochenlang nur noch mit Lohnarbeit für einen Tierstreu-Händler und Aufräumarbeiten beschäftigt gewesen.

Der Neustart geht einher mit verstärkten Verkaufsbemühungen für das Unternehmen, das am 10. Februar Insolvenz angemeldet hatte. Die Interessentenliste umfasse bislang 122 Namen, sagte Weber-Thedy. Dazu zählten sowohl Finanzinvestoren als auch Industrieunternehmen aus der Branche. Ziel der Insolvenzverwaltung sei es, eine Gesamtlösung für die Firmengruppe mit Werken in Sachen, Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern zu finden. „Am besten wäre die Weiterführung des Unternehmens unter neuer Regie“, sagte Weber-Thedy. Auf Beschluss des vorläufigen Gläubigerausschusses würden bei der Investorensuche zwei renommierte Beratungsunternehmen einbezogen.

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Die German Pellets-Gruppe, die nach eigenen Angaben weltweit größter Produzent und Händler von Holzschnitzeln zum Heizen war, hatte ihre Expansion maßgeblich mit Anleihen finanziert. Die Firma steht bei Anlegern mit mehr als 220 Millionen Euro in der Schuld. Dazu kommen Verbindlichkeiten in ähnlicher Höhe für Unternehmungen in den USA, für die mittlerweile ebenfalls Insolvenz und Gläubigerschutz angemeldet wurde.

Quelle:  Handelsblatt Online
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