Heidelberg Cement: „Die ganze Euphorie nach der Wahl ist raus“

Heidelberg Cement: „Die ganze Euphorie nach der Wahl ist raus“

, aktualisiert 01. August 2017, 13:33 Uhr
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Der deutsche Baustoffkonzern betrachtet die politischen Spannung in der USA und in der Türkei unterschiedlich.

Quelle:Handelsblatt Online

Donald Trump versprach im Wahlkampf auch einen massiven Ausbau der Infrastruktur. Davon wollte auch Heidelberg Cement profitieren. Nach den ersten Trump-Monaten scheint die Hoffnung aber verflogen.

FrankfurtDie Unsicherheit der Wirtschaft unter der US-Regierung von Präsident Donald Trump belastet nach Einschätzung von Heidelberg Cement die Baukonjunktur in den Vereinigten Staaten. „Das ist für uns alle nicht hilfreich, weil die Unsicherheit groß ist“, sagte Heidelberg-Cement-Chef Bernd Scheifele am Dienstag. Die wirtschaftliche Entwicklung habe sich abgeschwächt. „Die ganze Euphorie nach der Wahl, die stark auf Infrastruktur und die Steuerreform gebaut war, ist in den ersten Monaten 2017 rausgegangen.“

Der größte deutsche Baustoffkonzern stutzte seine Erwartung für den operativen Gewinnzuwachs in den USA deshalb auf 100 bis 120 Millionen Euro nach ursprünglich erwarteten mindestens 150 Millionen. Im vergangenen Jahr hatten der Dax-Konzern auf seinem größten Einzelmarkt den operativen Gewinn um gut ein Fünftel auf 690 Millionen Euro gesteigert.

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Auch die politischen Spannungen in der Türkei beobachtet Heidelberg Cement mit Sorge. Die Kurpfälzer sind an einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Sabanci Holding beteiligt, dem türkischen Baustoff-Marktführer Akcansa. Doch anders als in den USA kurbelt die türkische Regierung die Wirtschaft mit staatlichen Bauprojekten an. Der neue Tunnel durch den Bosporus, eine Brücke und der neue Flughafen in Istanbul trieben die Baustoffnachfrage an, sagte Scheifele.

Auch habe die türkische Regierung nach den Schlagzeilen über eine schwarze Liste mit deutschen Unternehmen, die angeblich unter dem Verdacht der Terrorunterstützung standen, versucht die deutschen Wirtschaftsvertreter zu beruhigen. So habe der Wirtschaftsminister des Landes deutsche Firmen vergangene Woche zum Empfang geladen und um deren Vertrauen geworben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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