Monopolkommission: Wambach sieht Opel-Übernahme gelassen

Monopolkommission: Wambach sieht Opel-Übernahme gelassen

, aktualisiert 20. Februar 2017, 08:17 Uhr
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Die geplante Übernahme des angeschlagenen deutschen Automobilkonzerns durch den französischen Konkurrenten sieht der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, gelassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Achim Wambach, der Chef der Monopolkommission, sieht einen Verkauf der GM-Tochter Opel an Peugeot gelassen. Beide Konzerne hätten in Europa lediglich einen Marktanteil von unter zehn Prozent.

BerlinDer Chef der Monopolkommission zeigt sich angesichts der geplanten Übernahme von Opel durch die Peugeot-Mutter PSA gelassen. „Derzeit haben PSA wie auch Opel einen Marktanteil im Pkw-Markt in Europa von jeweils unter zehn Prozent. Das ist für sich genommen keine kritische Größe“, sagte Achim Wambach der „Rheinischen Post“ laut Vorabmeldung. Der Fahrzeugbau sei die innovationsstärkste Branche in Deutschland.

Eine weitere Dynamik gebe es mit Elektroautos und der Digitalisierung, sagte der Ökonom, der auch Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist. „Derzeit muss man sich um den Wettbewerb im Automobilsektor weniger Sorgen machen.“ Allerdings würden die Kartellbehörden den Markt sorgsam analysieren, weil mit dem Zusammenschluss das zweitgrößte Autounternehmen in Europa entstehe. Wambachs Gremium berät die Bundesregierung bei wettbewerbsrechtlichen Fragen.

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Die Opel-Mutter General Motors hatte vor wenigen Tagen bekanntgegeben, den deutschen Autobauer nach jahrelangen Verlusten an Peugeot zu verkaufen. Opel-Chef Karl-Thomas Neumann bezeichnete den geplanten Zusammenschluss als Chance. Auch der Betriebsrat begrüßte das Vorhaben, machte seine Zustimmung aber von der Sicherung der Arbeitsplätze abhängig. Insidern zufolge gibt es von PSA Signale, die vier Opel-Standorte zu erhalten und bis Ende 2018 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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