Pfeiffer-Übernahme: Kaufinteressent Busch macht Zugeständnisse

Pfeiffer-Übernahme: Kaufinteressent Busch macht Zugeständnisse

, aktualisiert 03. April 2017, 21:37 Uhr
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Der Maschinenbauer stellt unter anderem Rotorwellen für Turbopumpen her.

Quelle:Handelsblatt Online

Kaufinteressent Busch wirbt beim Management von Pfeiffer Vacuum mit Zugeständnissen für seinen Übernahmeplan. Für eine Laufzeit von zwei Jahren sollen Kündigungen ausgeschlossen werden.

DüsseldorfIm Ringen um die Übernahme von Pfeiffer Vacuum wirbt der Kaufinteressent Busch beim Pfeiffer-Management mit Zugeständnissen für seinen Übernahmeplan. In einem der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vorliegenden Vertragsentwurf (Business Combination Letter) sichert Busch-Gesellschafter Sami Busch mit seinem Investment-Vehikel Pangea Pfeiffer Eigenständigkeit zu und schließt für eine Laufzeit von zwei Jahren Kündigungen aus. Es soll in diesem Zeitraum auch keine Änderung von Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen geben.

„Pangea verpflichtet sich weiter, die Gesellschaft als selbstständiges, börsennotiertes Unternehmen an ihrem derzeitigen Sitz fortbestehen zu lassen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Busch strebe keine Änderungen im Vorstand an, rege aber an, die Führungsriege um einen Finanzvorstand zu erweitern. Das Ressort wird derzeit in Personalunion von Firmenchef Manfred Bender geleitet. Der Aufsichtsratsvorsitz soll von einem Mitglied der Familie Busch übernommen werden.

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Pfeiffer-Vorstandschef Bender sagte dazu im Reuters-Interview: "Ein solcher Entwurf liegt mir vor. Aber ich kann noch keine Stellungnahme abgeben." Der Vertragsentwurf sei noch nicht abgestimmt.

Auch das zweite und höhere Übernahmeangebot des Großaktionärs Busch traf beim Pfeiffer-Management bislang nicht auf Gegenliebe. "Vorbehaltlich einer detaillierten Prüfung der zu veröffentlichenden Angebotsunterlage wird der Vorstand von Pfeiffer Vacuum aus heutiger Sicht seinen Aktionären die Annahme des Angebots nicht empfehlen können", hatte der Vorstand Ende vergangener Woche erklärt. Busch biete den Aktionären immer noch keine marktübliche Prämie. Der Angebotspreis liege vielmehr sogar unter dem aktuellen Aktienkurs.

Zwei Wochen nach seinem überraschenden Rückzieher hatte das südbadische Familienunternehmen Busch am vergangenen Mittwoch ein neues und höheres Übernahmeangebot für Pfeiffer angekündigt. Die bereits mit fast 30 Prozent an Pfeiffer beteiligte Busch bietet nun 110 Euro statt 96,20 Euro je Aktie. Pfeiffer würde dabei mit 1,09 Milliarden Euro bewertet. Zusätzlich winkt den Aktionären noch die Dividende von 3,60 Euro je Aktie für 2016, da die Offerte erst nach dem Dividendentermin abgewickelt würde. Die im TecDax gelistete Pfeiffer-Aktie wird aktuell mit 118,15 Euro gehandelt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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