Pharmabranche: US-Konzern will Biotech-Firma Actelion übernehmen

Pharmabranche: US-Konzern will Biotech-Firma Actelion übernehmen

, aktualisiert 25. November 2016, 08:44 Uhr
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Das Schweizer Biotechnologie-Unternehmen Actelion hat das Interesse des US-Pharmariesen Johnson & Johnson auf sich gezogen. Erste Gespräche über eine mögliche Übernahme soll es bereits gegeben haben.

Quelle:Handelsblatt Online

In der Pharmaindustrie steht offenbar die nächste Übernahme bevor. Der US-Riese Johnson & Johnson interessiert sich für das Schweizer Unternehmen Actelion. Zu möglichen Plänen wollten sich beide Firmen nicht äußern.

BangaloreIn der Pharmabranche bahnt sich eine weitere Großübernahme an. Der US-Konzern Johnson & Johnson (J&J) ist einem Medienbericht zufolge an der Schweizer Biotechnologiefirma Actelion interessiert. Der in New Jersey ansässige Pharma- und Konsumgüterkonzern sei bereits an Actelion herangetreten, berichtet die Agentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Verhandlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Actelion arbeite mit einem Berater zusammen, um Optionen auszuloten. Actelion-Aktien sind in diesem Jahr mehr als 13 Prozent gestiegen. Das Unternehmen ist derzeit an der Börse rund 17 Milliarden Dollar wert. J&J war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Actelion lehnte einen Kommentar ab.

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Actelion ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Hauptsitz in Allschwil/Basel in der Schweiz, das 1997 gegründet wurde und seit 2000 börsennotiert ist. Der Konzern erforscht, entwickelt und vermarktet Medikamente für bisher unzureichend behandelbare Krankheiten.

Actelion ist in mehr als 30 Ländern mit eigenen Niederlassungen vertreten. Den Umsatz steigerte Actelion in den ersten drei Quartalen dank der anhaltend starken Nachfrage nach Lungenmedikamenten um 17 Prozent auf 1,79 Milliarden Franken. Unter dem Strich stand mit 581 Millionen Franken (536 Millionen Euro) 29 Prozent mehr Reingewinn.

Bei J&J reicht die Produktpalette von Arzneiprodukten über Pflegemittel bis hin zu medizinischen Artikeln. Die Amerikaner hatten erst im September mitgeteilt, das Augenheilkunde-Geschäft von Abbott Laboratories für 4,3 Milliarden Dollar zu kaufen.

Durch die Pharmabranche rollt derzeit eine Übernahmewelle. Viele Patente laufen aus und die Kosten für Forschung und Entwicklung sind hoch, weswegen aussichtsreiche Produkte gern zugekauft werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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